Hedgefonds-Vermögenswerte: Handelsgewinne auf Rekordhöhe

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Laut BarclayHedge stieg das Vermögen von Hedgefonds im Juni auf 4,07 Billionen US-Dollar, ein Rekord. In den letzten 12 Monaten hat die Branche Handelsgewinne von mehr als einer halben Billion Dollar erzielt. Eine anziehende Wirtschaft und staatliche Anreize haben zu dem starken Hintergrund beigetragen.

Gesamtvermögen der Hedgefonds-Branche Ende März: 4,07 Billionen US-Dollar

Die Ära der Pandemie war großartig für Hedgefonds, deren Vermögen inmitten großer Hoffnungen für die Wirtschaft und enormer Staatsausgaben auf einen Rekordwert gestiegen ist. Das Gesamtvermögen der Branche stieg Ende März auf 4,07 Billionen US-Dollar, so die neuesten Daten von BarclayHedge. Das verwaltete Vermögen überstieg im Februar erstmals die Marke von 4 Billionen US-Dollar.

Solides Wachstum durch Performance und Interesse der Anleger

Dieses Wachstum ist sowohl der soliden Performance als auch dem gestiegenen Interesse von Anlegern zu verdanken, die weiterhin Geld in den Raum investieren. In den letzten 12 Monaten haben Hedgefonds allein mit Handelsgewinnen mehr als eine halbe Billion Dollar – 552,1 Milliarden Dollar – verdient. In dieser Zeit ist das verwaltete Vermögen um mehr als 42% gestiegen.

Sol Waksman: Optimismus der Anleger wurde gestärkt

„Die Lockerung der Sperrbeschränkungen, optimistische Wirtschaftsprognosen, steigende Aktien- und Rohstoffpreise und Präsident Bidens Pandemie-Wiederherstellungsplan in Höhe von 1,9 Billionen US-Dollar haben den Optimismus der Anleger gestärkt“, sagte Sol Waksman, Präsident von BarclayHedge.

S&P 500 outperformed Hedgefonds mit knapp 5%-Punkten

Hedgefonds bleiben bei den Erträgen weiterhin hinter dem S&P 500 zurück, haben aber in einem soliden Umfeld für Risikoanlagen immer noch stattliche Gewinne erzielt. Der Barclay Hedge Fund Index legte im bisherigen Jahresverlauf bis April 7,06% zu, gegenüber 11,84% des S&P 500 Total Return Index, der Dividenden enthält.

Unerwartet attraktiv: Rentenfonds ziehen das Interesse auf sich

Während sich die Marktaktionen auf Aktien konzentrierten, waren es tatsächlich Rentenfonds, die das größte Interesse von Hedgefonds auf sich zogen. Die Gruppe verzeichnete im März trotz der drohenden Gefahr höherer Renditen, die die Anleihekurse senken und im Allgemeinen Verluste für die Fonds bedeuten, 6,9 Milliarden US-Dollar an neuen Anlegergeldern.

Traditionelle Hedgefonds richten ihre Aufmerksamkeit auf Krypto

Fonds, die auf bestimmte Sektoren wetten, nahmen 5,8 Milliarden US-Dollar ein, während asiatische Fonds 5,6 Milliarden US-Dollar anzogen, ereignisgesteuerte 3 Milliarden US-Dollar und Multistrategie-Fonds 2,9 Milliarden US-Dollar.

Obwohl Gelder in auf Asien ausgerichtete Fonds flossen, waren Hedgefonds-Anleger im Allgemeinen in den Schwellenländern zurückhaltend und gaben 3,8 Milliarden US-Dollar ihrer Bestände zurück. Aktienfonds mit einer Long-Orientierung erlitten ebenfalls Abflüsse von 3,3 Mrd. USD, während Makrofonds 1,7 Mrd. USD verloren.

Explodierende Bundesausgaben und anhaltende Geldpolitik der Fed geben das Umfeld

Die Trends kommen inmitten explodierender Bundesausgaben und der anhaltenden Geldpolitik der Federal Reserve. Die Biden-Regierung hat gerade einen Haushaltsvorschlag in Höhe von 6 Billionen US-Dollar veröffentlicht, der neue Bundesausgaben in Höhe von 5 Billionen US-Dollar für das nächste Jahrzehnt vorsieht. In der Zwischenzeit haben Fed-Beamte versprochen, die Zinssätze nahe Null und den Ankauf von Vermögenswerten auf mindestens 120 Milliarden US-Dollar pro Monat zu belassen, bis die Wirtschaft der Vollbeschäftigung viel näher kommt.

Während ein kürzlich veröffentlichter Fed-Bericht Stabilitätssorgen aufzeigte, falls die steigenden Vermögenspreise einen plötzlichen Abschwung nehmen sollten, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Zentralbank, Randal Quarles, am Dienstag, er glaube, dass das System gut auf einen Ausverkauf vorbereitet ist.

„Die Risiken für das Finanzsystem sind jetzt nur noch moderat. Sie sind sicherlich nicht erhöht“, sagte Quarles.

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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