Am 20. Januar 2026 wurde der Gaspreis in Europa laut ICE Amsterdam erstmals seit Juni des Vorjahres wieder über 36 Euro pro Megawattstunde notiert. Treibende Kräfte sind eine anhaltende Kältewelle, weit unterdurchschnittliche Speicherkapazitäten und politische Konflikte im mittleren Osten, insbesondere im Iran. Diese Kombination führt zu unsicheren Energie- und Strompreisen. Einkaufsgemeinschaften wie wattline bündeln die Nachfrage von KMU, verhandeln Großhandelskonditionen und gewährleisten ein planbares Kostenmanagement mit transparentem, skalierbaren, individualisierten Beschaffungsplänen.
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Drohende Sperrung Straße Hormus stört LNG-Verkehr und asiatische Abnehmer

Verlauf der Speicherfüllstände in Prozent (Foto: AGSI+, Bundesnetzagentur: https://www.bundesnetzagentur.de/870304)
Die aktuellen Spannungen zwischen Israel und dem Iran lassen die Gefahr einer Sperrung der Straße von Hormus steigen, die rund ein Viertel des globalen LNG-Verkehrs abwickelt. Eine solche Blockade würde wichtige Gaslieferungen aus Katar und den Emiraten unterbrechen. Infolgedessen wären asiatische Märkte gezwungen, stärker auf US-LNG zuzugreifen. Die zusätzlichen Kosten aufgrund geopolitisch bedingter Risiken führen weltweit zu spürbar erhöhten Gaspreisen und insgesamt größerer Marktvolatilität und verschärfen die Energieversorgungsunsicherheit nachhaltig weiter.
LNG-Terminals in Nord- und Ostsee sichern Deutschlands Wintergasversorgung weitgehend
Der Füllstand der deutschen Gasspeicher lag am 31. Dezember 2025 bei lediglich 42,8 Prozent und blieb damit deutlich unter dem Vorjahresniveau von 66,1 Prozent. Verantwortlich für diese Abweichung sind ein bereits vor Winterbeginn reduzierter Lagerinhalt und der durch außergewöhnlich niedrige Januar-Temperaturen bedingte Mehrverbrauch. Im Unterschied zum Jahr 2022 verbessern inzwischen die errichteten LNG-Importterminals in Nord- und Ostsee die Versorgungslage, indem sie in den Wintermonaten etwa 16 Prozent des inländischen Gasbedarfs bereitstellen.
Gaskraftwerke steuern aktuell Angebot im Merit-Order-Verfahren bei geringer Windstärke
Steigende Gaspreise in Kombination mit CO?-Zertifikatskosten von derzeit etwa 90 Euro pro Tonne treiben die Strombeschaffungskosten massiv nach oben. Bei schwankender Windstromeinspeisung gewährleisten Gaskraftwerke die Versorgung und bestimmen im Merit-Order-System das Niveau des börslichen Strompreises. Zusätzlich verschärfen ungeplante Ausfälle französischer Kernkraftwerksblöcke mit einer Leistung von rund 2,9 Gigawatt die Angebotslage. Diese Konstellation führt bis Anfang Februar zu signifikant höheren Tarifen für Endverbraucher und Industrieunternehmen dauerhaft messbar und wirtschaftlich herausfordernd wirkend.
Einkaufsgemeinschaften stärken Verhandlungsposition und schützen KMU vor hohen Energiepreisen
KMU können in unbeständigen Märkten erhebliche Vorteile erzielen, wenn sie ihre Energieeinkäufe gemeinsam organisieren. Energie-Einkaufsgemeinschaften bündeln gezielt den Bedarf verschiedenster Unternehmen und treten als Großabnehmer auf, um Preisvorteile am Großhandelsmarkt zu realisieren. Einzelne Betriebe ohne dieses Konstrukt verpassen diese Mengenrabatte. Gleichzeitig reduziert die kollektive Beschaffung die Volatilität der Einkaufspreise und verhindert, dass kleinere Marktteilnehmer in Preiswettläufen benachteiligt werden, wodurch betriebliche Planungssicherheit deutlich steigt und gewährleistet effiziente Kostengestaltung über alle Marktzyklen.
Persönliches Vertragsmanagement durch wattline entlastet Unternehmen bei komplexen Energieverträgen
Als inhabergeführte Energie-Einkaufsgemeinschaft bündelt wattline den Bedarf von über 29.000 Unternehmen mit einem Gesamtverbrauch von mehr als sieben Milliarden Kilowattstunden und Energiekosten jenseits von zwei Milliarden Euro jährlich. Durch zentrale Beschaffungsprozesse, objektive Beratung, individuelles Vertragsmanagement und transparente Preisgestaltung erhalten Mitglieder verlässliche Kostenprognosen, minimieren das Risiko von Preisspitzen und entlasten interne Kapazitäten. Damit schaffen sie Freiräume für Innovation, Effizienzsteigerung und eine nachhaltige Ausrichtung ihres Kerngeschäfts, strategische Wettbewerbsvorteile und Planungssicherheit auf langfristiger.
Transparente Prozesse und Bündelung sichern KMU dauerhafte preisliche Planungssicherheit
Mitglieder einer Energie-Einkaufsgemeinschaft wie wattline profitieren von einer konsolidierten Beschaffung ihrer Gas- und Strommengen. Dieser Zusammenschluss bewirkt eine höhere Preissicherheit, da große Abnahmemengen Rabatte ermöglichen. Umfassende Marktanalysen und Risikosteuerung schützen vor Preissteigerungen infolge politischer Konflikte oder ungewöhnlicher Wetterphänomene. Zusätzlich sorgt transparentes Reporting für Nachvollziehbarkeit aller Kostenfaktoren. KMU erhalten so eine robuste Infrastruktur für ihre Energieversorgung und optimieren dauerhaft ihre Ausgaben bei wachsender Marktvolatilität.

