Volksfürsorge steigert Neugeschäft deutlich und gewinnt weitere Marktanteile
Das Neugeschäft sei in der Lebens- und Kfz-Versicherung, aber auch in anderen Sachsparten, deutlich über Branchendurchschnitt gesteigert worden und habe zu weiteren Marktanteilsgewinnen geführt. Zum Ausbau des Vertriebs führte Dr. Lemppenau aus: "Unsere Stammorganisation konnte beim angestellten Außendienst um rd. 450 neue Mitarbeiter auf insgesamt ca. 4.200 verstärkt werden. Bei den nebenberuflichen Mitarbeitern beträgt das Plus sogar 7.000. Wir haben jetzt rd. 48.000 Nebenberufler. Wir kommen damit unserem Ziel immer näher, das flächendeckendste Vertriebsnetz der Versicherungswirtschaft zu haben".
Volksfürsorge Deutsche Lebensversicherung AG
Der laufende Jahresbeitrag des eingelösten Neuzugangs (Versicherungsscheine und Erhöhungen) stieg um 41,3 % auf 341,5 Mio. €. Auch die Stückzahl nahm deutlich um 34,6 % auf 342.000 Stück zu. Aufgrund dieses Ergebnisses konnte die Volksfürsorge Lebensversicherung den Marktanteil beim laufenden Jahresbeitrag von rd. 2,2 % in 1999 auf 5,2 % in 2001 steigern. Hauptträger des Neugeschäfts sind fondsgebundene Versicherungen. Hier wurden 190.000 Verträge (plus 61,4 %) mit einem Jahresbeitrag von 130,3 Mio. € (plus 27,5 %) neu abgeschlossen. Ein immer wichtigerer Pfeiler des Neugeschäfts ist bei der Volksfürsorge die betriebliche Altersversorgung. Insgesamt wurde ein Jahresbeitrag von 86,6 Mio. € (Vorjahr: 12,5 Mio. €) vermittelt. Das ist eine Versiebenfachung des Vorjahreswertes.
Die Abgänge durch Vertragsabläufe und Leistungsfälle waren rückläufig (minus 5,9 %). Der laufende Jahresbeitrag des vorzeitigen Abgangs (Rückkauf, Beitragsfreistellungen) ermäßigte sich auf rd. 100,2 Mio. €. Die Stornoquote hat sich daher mit knapp 5,0 % (4,96 %) gegenüber dem Vorjahr mit 5,3 % nochmals deutlich verbessert. Gute Zuwächse im Neugeschäft und rückläufige Abgänge führten zu Bestandswachstum. In Zahlen bedeutet das eine Zunahme des laufenden Jahresbeitrages des Bestandes bei 4,2 Mio. Verträgen um 7,7 % auf 2,1 Mrd. € (Vorjahr: 1,95 Mrd. €)
Die Einmalbeiträge gingen gegenüber dem außerordentlich starken Vorjahr mit einigen großen Verträgen in der betrieblichen Altersversorgung erwartungsgemäß auf 131,9 Mio. € (Vorjahr: 316,7 Mio. €) zurück. Damit ergaben sich insgesamt gebuchte Beiträge in Höhe von 2,19 Mrd. € (Vorjahr: 2,24 Mrd. €).
Die Kapitalanlagen erhöhten sich um knapp eine Mrd. € auf 23,3 Mrd.€ (plus 4,3 %). Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen (Saldo aus Erträgen und Aufwendungen im Kapitalanlagebereich) betrug 1,54 Mrd. € und lag damit um rund 140 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Unter der gegebenen Situation am Kapitalmarkt ist die Volksfürsorge dank ihrer umsichtigen Kapitalanlagepolitik mit diesem Ergebnis zufrieden. Die Nettoverzinsung betrug 6,74 % (Vorjahr: 7,67 %).
Erfreulich entwickelt haben sich der Verwaltungs- und Abschlusskostensatz. Die Verwaltungskosten wurden erneut gesenkt, so dass der auf die gebuchten Bruttobeiträge bezogene Verwaltungskostensatz auf 3,9 % (Vorjahr: 4,0 %) sank. Der Abschlusskostensatz - bezogen auf die Beitragssumme des Neugeschäfts - ging auf 5,7 % in 2001 nach 6,5 % in 2000 zurück.
Der Rohüberschuss kommt seit vielen Jahren zu mehr als 95 % den Kunden zugute. Er lag in 2001 - und damit zum fünften Mal in Folge - oberhalb der 1 Mrd. €-Grenze. Bedingt durch den Rückgang der Nettoverzinsung der Kapitalanlagen können für 2001 rd. 1,07 Mrd. € nach ca. 1,26 Mrd. € in 2000 ausgewiesen werden. Davon erhielten die Kunden als Direktgutschrift wie im Vorjahr 0,27 Mrd. €. Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurden 0,76 Mrd. € zugeführt (Vorjahr: 0,92 Mrd. €). Die Ausschüttungsquote - das ist der für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer reservierte Anteil des Rohüberschusses - stieg von 95,1 % im Vorjahr auf einen Wert von 96,2 %.
Zur "Riester-Rente" wurden zwei Produkte entwickelt, die mit zu den ersten gehörten, die im Dezember 2001 zertifiziert wurden: "Volksfürsorge Best Rente plus" ist eine klassische Rentenversicherung und "Best Invest Rente plus" ist als fondsgebundene Rentenversicherung eine Bereicherung der "Best Invest-Familie". Die zertifizierten Riester-Produkte werden seit Oktober 2001 angeboten. Sie wurden bis jetzt rund 30.000 mal verkauft.
Volksfürsorge Deutsche Sachversicherung AG
Das Geschäftsjahr 2001 war auch für die Volksfürsorge Sach wieder ein sehr gutes Jahr. So ist es im sechsten Jahr in Folge gelungen, ein positives versicherungstechnisches Ergebnis zu erzielen. Es gibt nur wenige Gesellschaften, die das von sich sagen können.
Neu abgeschlossen wurden fast 667.000 Verträge (plus 14 %). Mit rd. 387.000 Neuabschlüssen (plus 11,5 %) entfiel der überwiegende Teil davon wieder auf die Kraftfahrtversicherung. Der Jahresbeitrag des Neugeschäfts lag mit rd. 150,2 Mio. € um 14,5 % über dem Vorjahreswert. Allein auf die Kfz-Versicherungen entfiel dabei ein Anteil von etwa 126,5 Mio. € (plus 13,8 %). In den Sparten Sach, Unfall und Privathaftpflicht waren es jeweils rund 20 %. Diese Werte sind im Branchenvergleich überdurchschnittlich gut.
Insgesamt hatte die Gesellschaft Ende 2001 knapp 4,9 Mio. Verträge im Bestand (plus 2,6 %). Die drei wichtigsten Sparten sind Kraftfahrt mit 1,4 Mio. Verträgen, Privathaftpflicht und Hausrat mit jeweils ca. einer Million Verträgen. Die Beitragseinnahmen konnten um rd. 5,5 % auf 643 Mio. € gesteigert werden. Diese Steigerung ist deutlich höher als der Branchendurchschnittswert. Die Volksfürsorge Sach dürfte auch beim Bestands-Beitrag ihren Marktanteil wiederum leicht gesteigert haben. Beim Schadenverlauf sind die Versicherungsleistungen für Geschäftsjahresschäden um 3,5 % auf 515 Mio. € gestiegen. Die Geschäftsjahres-Schadenquote - Schadenaufwand in Relation zu den Beiträgen - beläuft sich auf 80,1 % (Vorjahr: 80,6 %).
Ausblick 2002
Für das Jahr 2002 sieht Dr. Lemppenau die betriebliche Altersversorgung als Schwerpunktthema. Die Stärke der Volksfürsorge liege in der umfassenden und individuellen Beratung zu allen Durchführungswegen. Nach der Gründung eines eigenen Pensionsfonds und einer Pensionskasse in diesem und im nächsten Jahr könnten alle vier Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung angeboten werden. Die Direktversicherung und die rückgedeckte Unterstützungskasse biete die Volksfürsorge schon seit Jahren erfolgreich an. Die Unterstützungskasse "ufba" (Unterstützungskasse zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung e.V.) zähle inzwischen über 2.000 Trägerunternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern.
Abschließend betonte Dr. Lemppenau, dass die jetzigen Erfolge dem entsprächen, was er frühestens in zwei Jahren erwartet hätte. "Erfolg macht selbstbewusst und erzeugt Motivation und weitere Leistungssteigerungen bei allen Mitarbeitern. Zusammen mit meinen Vorstandskollegen bin ich stolz auf die Einsatzbereitschaft der gesamten Volksfürsorge-Belegschaft. Sie ist ihrerseits stolz darauf, ihren Anteil dafür leisten zu können, dass sich die Volksfürsorge eindrucksvoll am Markt zurückgemeldet hat". Die laufenden Bruttobeiträge betrugen im Gesamtgeschäft 2,05 Mrd. € (Vorjahr: 1,92 Mrd. €). Gegenüber dem Vorjahr stiegen sie überdurchschnittlich stark um 7,0 % an.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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