Uneinheitliche Entwicklung in Deutschland

02.02.2009 | Neuss
Weltweit rückläufige Geschäftsergebnisse im vierten Quartal

Für das Gesamtjahr 2008 gab die 3M Company, St. Paul, USA mit einem Umsatz von 25,3 Mrd. US-Dollar ein neues Rekordergebnis bekannt. Das entspricht einer Steigerung von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn 2008 belief sich auf 3,5 Mrd. US-Dollar bzw. 4,89 US-Dollar pro Aktie gegenüber 4,1 Mrd. US-Dollar bzw. 5,60 US-Dollar pro Aktie 2007. Unter Ausschluss von Sonderposten ist der Gewinn 2008 um 3,8 Prozent auf 5,17 US-Dollar pro Aktie gegenüber 4,98 US-Dollar pro Aktie 2007 gestiegen.

Im vierten Quartal wurde ein Umsatz von 5,5 Mrd. US-Dollar und damit ein Rückgang von 11,2 Prozent erzielt. Der Erlös im vierten Quartal betrug 536 Mio. US-Dollar bzw. 0,77 US-Dollar pro Aktie gegenüber 851 Mio. US-Dollar bzw. 1,17 US-Dollar pro Aktie im vierten Quartal 2007. Unter Ausschluss von Einmaleffekten lag der Erlös im vierten Quartal 2008 bei 676 Mio. US-Dollar bzw. 0,97 US-Dollar pro Aktie im Vergleich zu 863 Mio. US-Dollar bzw. 1,19 US-Dollar pro Aktie im vierten Quartal 2007.

"3M erzielte 2008 einen Rekordumsatz und das trotz drastischen Konjunkturrückgangs im vierten Quartal", sagte Dr. George W. Buckley, 3M Chairman, Präsident und CEO. "Wir werden der gesunkenen Nachfrage mit aggressivem Kostenmanagement und betrieblicher Disziplin entgegentreten. Die 3M Mitarbeiter leisten Herausragendes, um sich gegen die weltweiten Marktprobleme zu stemmen und unser Unternehmen so aufzustellen, dass es bei wiederkehrendem Wachstum die Chancen nützen kann."

Und G. Buckley weiter: "Wir haben unsere betrieblichen Abläufe 2008 durchgängig rationalisiert und streben weiter nach Optimierungen, um uns 2009 vor Verlusten zu schützen. Darüber hinaus planen wir Ausgabenkürzungen von rund 30 Prozent und dynamisches Management des Umlaufvermögens, um Liquidität zu wahren. Und schließlich setzen wir weiter auf Kundenfokus, um Marktanteile zu gewinnen. In unserer 106-jährigen Unternehmensgeschichte haben wir vielen wirtschaftlichen Stürmen getrotzt und gehen davon aus, dass wir auch aus diesem gestärkt und wettbewerbsfähiger denn je hervorgehen."

Angesichts der anhaltenden unsicheren weltweiten Wirtschaftslage und der Herausforderungen in vielen seiner Endmärkte hat 3M seine Umsatz- und Gewinnprognosen für 2009 angepasst. Das Unternehmen geht nun für 2009 von einem organischen Umsatzrückgang im Bereich von 5 bis 9 Prozent aus, während zuvor ein Minus von 3 Prozent bis 7 Prozent in Aussicht gestellt wurde. Dementsprechend prognostiziert das Unternehmen für 2009 nunmehr eine Gewinnspanne von 4,30 US-Dollar bis 4,70 US-Dollar pro Aktie gegenüber ursprünglich 4,50 US-Dollar bis 4,95 US-Dollar. In diesen Prognosen sind keinerlei mögliche Einmaleffekte berücksichtigt.

Finanzergebnisse 2008 - Highlights

Im Gesamtjahr 2008 verbesserte sich der Umsatz um 3,3 Prozent auf 25,3 Mrd. US-Dollar, angekurbelt durch einen Anstieg des Umsatzes in Landeswährungen um 1,4 Prozent unter Einschluss von Firmenübernahmen. Angeführt wurde die Umsatzsteigerung in Landeswährung von den drei größten 3M Geschäftsbereichen: 18,3 Prozent in "Safety, Security and Protection Services", 6,8 Prozent in "Health Care" und 4,6 Prozent in "Industrial and Transportation". Hingegen ging der Umsatz in Landeswährung in den drei restlichen Geschäftsbereichen zurück - in "Consumer and Office" um 0,3 Prozent, in "Electro and Communications" um 1,7 Prozent und in "Display and Graphics" um 17,9 Prozent. In den internationalen 3M Niederlassungen kletterte der Umsatz um 4 Prozent. Sie machten damit 64 Prozent des Gesamtumsatzes aus, der höchste Stand in der Geschichte des Unternehmens.

Der Gesamtjahresgewinn belief sich auf 3,5 Mrd. US-Dollar bzw. 4,89 US-Dollar pro Aktie. Demgegenüber stehen 4,1 Mrd. US-Dollar bzw. 5,60 US-Dollar pro Aktie 2007. Unter Ausschluss von Sonderposten belief sich der Erlös 2008 auf 3,7 Mrd. US-Dollar bzw. 5,17 Mrd. US-Dollar pro Aktie gegenüber 3,6 Mrd. bzw. 4,98 US-Dollar pro Aktie im Jahr 2007. Das entspricht einer Steigerung beim Gewinn pro Aktie von 3,8 Prozent.

Deutschland

Im vierten Quartal 2008 verzeichneten einige Geschäftsbereiche von 3M in Deutschland eine rückläufige Tendenz, wobei dies insbesondere Zulieferprodukte für die Automobilindustrie betraf. So musste das Unternehmen gegenüber dem entsprechenden Quartal des Vorjahres einen Rückgang des Umsatzes von 4 Prozent verzeichnen. Damit reduzierte sich nach einem guten Start in den ersten neun Monaten auch das Wachstum für das Gesamtjahr 2008 einschließlich der getätigten Akquisitionen auf 1,8 Prozent. Der Gesamtumsatz für 2008 im Inland und Direktgeschäft stieg somit auf 863 Millionen Euro. Einen Rückgang um 0,8 Prozent gab es hingegen bei dem Umsatz mit den ausländischen Schwestergesellschaften auf 1.045 Millionen Euro.

"Aufgrund der Rückgänge speziell im Bereich der Fluorpolymere, also bei der Dyneon GmbH, und im Bereich Telekommunikationsprodukte haben wir insgesamt unsere Planungen verfehlt," kommentiert Finanzdirektor Theo Nöcker das Ergebnis, "aber in der Mehrzahl unserer anderen Geschäftsbereiche haben wir das Planziel erreicht, sogar mit zum Teil zweistelligem Wachstum.

Dies war bei medizinischen, Haushalts- und Büroprodukten genauso der Fall wie bei Flüssigkeitsfilter- und Windelverschluss-Systemen sowie bei optischen Folien. Auch unsere Dentalprodukte, also die 3M ESPE AG, und die kieferorthopädischen Produkte, 3M Unitek GmbH, haben sich positiv entwickelt und damit unsere Erwartungen erfüllt."

Besonders negativ wirkten sich auch die steigenden Energiepreise aus, die zu höheren Produktionsaufwendungen führten. Durch nachhaltige Reduktion vor allem im Bereich der indirekten Kosten konnte hier allerdings gegengesteuert werden.

Mit Ausnahme der Produktion von Fluorpolymeren waren alle deutschen 3M Werke gut ausgelastet, allerdings wurde die Produktion generell im Dezember 2008 der rückläufigen Nachfrage angepasst.

Trotz eines leichten Umsatzanstieges gelang es aufgrund der doch guten Werksauslastung und des effektiven Kostenmanagements den Gewinn gegenüber dem Vorjahr und auch gegenüber den Planungen zu steigern.

"Auch wir sind von der rückläufigen Entwicklung in vielen der von uns belieferten Märkte betroffen," so Th. Nöcker, " sodass wir für die erste Jahreshälfte 2009 niedrigere Umsätze erwarten. Wir passen uns der veränderten Nachfrage kostenmäßig und strukturell an, um bei einer Wiederbelebung der Konjunktur, die wir gegen Jahresende erwarten, gerüstet zu sein."

Quelle: Pressemeldung 3M Deutschland GmbH

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