USA, Japan und EU größte Versicherungsmärkte

11.08.2000 | Wien
Lebensversicherungen weltweit bedeutendster Versicherungsbereich

Das weltweite Prämienaufkommen der Versicherungswirtschaft beträgt - nach den derzeit verfügbaren Zahlen - 2.155 Mrd. US$. Davon stammen 1.264 Mrd. US$ aus dem Bereich der Lebensversicherungen und 891 Mrd. US$ aus Nicht Lebensversicherungen.

Im Bereich des Nicht-Lebengeschäfts sind die Vereinigten Staaten mit 43,44% Weltmarktanteil ganz klarer Marktführer. Weit abgeschlagen rangiert auf Platz zwei Japan mit 10,32% vor den europäischen Staaten Deutschland (8,78%), Großbritannien (6,40%) und Frankreich (4,78%). Österreich liegt mit 0,75% Weltmarktanteil auf dem 15. Platz. Im Lebengeschäfts-Bereich führt Japan mit 28,56% Weltmarktanteil die Statistik knapp vor den USA mit 27,64% an. Mit beachtlichem Abstand folgt auf Platz drei Großbritannien (9,81%). Dahinter rangieren Frankreich (5,86%) und Deutschland (4,62%). Österreich belegt im Lebensversicherungsbereich mit 0,36% weltweitem Marktanteil den 24. Platz.

USA, Japan und EU größte Versicherungsmärkte

Die mit Abstand größten Versicherungsmärkte weltweit sind die USA (34,2% Anteil am weltweiten Prämienaufkommen) und Japan (21,0%). Weit dahinter folgen auf den Plätzen drei und vier Großbritannien (8,4%) und Deutschland (6,3%) vor Frankreich (5,4%). Rechnet man das Prämienaufkommen der 15 EU-Staaten allerdings zusammen, so erreicht man einen stolzen Wert von 29,8%. Außerhalb dieser Triade USA-Japan-EU werden nur 15,0% des weltweiten Prämienaufkommens aufgebracht.

Entwicklung der Prämien in den neunziger Jahren

Das Prämienwachstum in Europa hat in den neunziger Jahren zwischen fünf und über 10% geschwankt (+6,2% 1998). Diese hohen, deutlich über dem Wirtschaftswachstum liegenden Zuwächse spiegeln ein steigendes Vorsorgebedürfnis der Bevölkerung und Wirtschaft wider. Bei Lebensversicherungen ist die Versicherungsdurchdringung (Anteil der Prämien am Bruttoinlandsprodukt) in der EU auf 4,34% angestiegen und liegt somit über jener der USA (4,11%). In den USA hat das Lebengeschäft mit einem Prämienwachstum von +10,1% im Jahr 1998 den höchsten Zuwachs der neunziger Jahre erreicht. Japan, der weltweit größte Markt für Lebensversicherungen, verzeichnet einen Rückgang um 3,4%. In den europäischen Reformländern ist die Marktentwicklung im Bereich des Lebengeschäftes von enormen Schwankungen (von -20 bis +40% seit 1992) gekennzeichnet. Während der Markt vor allem bei den Lebensversicherungen noch einen enormen Rückstand aufweist, verläuft die Entwicklung im Nicht-Lebengeschäft etwas gleichmäßiger. Von den EU-Beitrittskandidaten aus Mittel- und Osteuropa haben die baltischen Länder - Polen, Tschechien, die Slowakei und Slowenien - eine bereits über 2%ige Versicherungsdurchdringung.

Im Nicht-Lebenbereich hat sich in Westeuropa seit 1992 eine Wachstumsabschwächung eingestellt. 1998 war die erste leichte Schrumpfung des Prämienaufkommens um -0,2% zu verzeichnen. Eine beachtliche Aufwärtsentwicklung erlebte lediglich Italien, das wegen seiner unterdurchschnittlichen Marktdurchdringung ein Hoffnungsgebiet für Versicherungen ist.

"Mit einer jährlichen Pro-Kopf Prämie in der Lebensversicherung von etwa ATS 8.100,- liegt Österreich im EU-Vergleich im unteren Drittel - entsprechender Aufholbedarf zu anderen europäischen Industrieländern ist gegeben. Nicht zuletzt durch die dauernde politische Pensionsdebatte haben immer mehr Österreicher in den letzten Monaten die Notwendigkeit der privaten Pensionsvorsorge erkannt. Dies hat zu einem überproportionalen Wachstum bei Renten- und Erlebensversicherungen geführt. Der österreichische Markt ist 1999 in diesem Bereich gegenüber 1998 um 32%-Punkte auf ein Prämienvolumen von ATS 18,8 Mrd. gewachsen. Dieser Trend hat sich im Jahr 2000 fortgesetzt. Der UNIQA Konzern konnte das Prämienvolumen im Renten- und Erlebensversicherungsbereich 1999 auf ATS 3.255,7 Mio. steigern. Das entspricht einem Marktanteil von 17,3%. Der Anteil von UNIQA am gesamten österreichischen Lebensversicherungsmarkt in der Höhe von ATS 66,6 Mrd. beträgt 19,4%", erklärte Dr. Christian Sedlnitzky, zuständiger Vorstand bei UNIQA.

Quelle: Swiss Re, sigma Nr. 7/1999

Quelle: Pressemeldung UNIQA Versicherungen AG

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