Thuringia Versicherung plant Dividende von 30 % und Bonus von 5 % sowie Kapitalerhöhung

25.02.1999 | Köln
Die Thuringia Versicherungs-Aktiengesellschaft, München, kann auf ein zufriedenstellendes Jahr 1998 zurückblicken und schließt ihr 145. Geschäftsjahr mit einem positiven Gesamtergebnis ab. Im Versicherungsgeschäft wird zwar nach den außerordentlich gut verlaufenen Vorjahren erstmals wieder ein Verlust ausgewiesen, dem steht allerdings im Finanzgeschäft ein angemessener Gewinn gegenüber.

Dieses Ergebnis versetzt die Gesellschaft in die Lage, der am 21. April 1999 stattfindenden Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von 30 % und eines zusätzlichen Bonus von 5 % vorzuschlagen. Gleichzeitig wird zum dritten Mal in Folge eine 20 %ige Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln vorgeschlagen. Es ist geplant, eine Erhöhung des Grundkapitals um DM 17,568 Mio. auf DM 105,408 Mio. durch Umwandlung von Teilen der Kapitalrücklage in gezeichnetes Kapital vorzunehmen.

Des weiteren wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, die Einteilung des Grundkapitals auf Stückaktien vorzunehmen, so daß an die Stelle einer Aktie im Nennbetrag von DM 50,- bei ansonsten gleicher Ausstattung eine Stückaktie treten wird. Gleichzeitig soll das Grundkapital auf Euro umgestellt werden.

Die Brutto-Beiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft sind 1998 um 0,2 % gestiegen.

Der Brutto-Schadenaufwand im selbst abgeschlosenen Geschäft ist leicht gestiegen und liegt bei 65,5 %.

Die Kosten für den Versicherungsbetrieb im selbst abgeschlossenen Geschäft sind deutlich gestiegen, woraus eine um 2,5 %-Punkte höhere Kostenquote folgt. Hier schlagen insbesondere hohe Investitionen in moderne Datenverarbeitungssysteme zu Buche.

Das gesamte versicherungstechnische Geschäft schließt nach Schwankungsrückstellung von rund DM 22 Millionen (Vorjahr: DM 5 Millionen) mit einem Verlust von DM 17,8 Millionen (Gewinn im Vorjahr: DM 14,4 Millionen). Das nichtversicherungstechnische (Finanz-) Geschäft dagegen erbrachte nach Steuern mit rd. DM 57 Millionen einen deutlich höheren Ertrag.

Die stillen Reserven bei den Kapitalanlagen sind im Geschäftsjahr 1998 leicht gestiegen. Die Differenz zwischen den Zeitwerten und Buchwerten der "zu Anschaffungswerten ausgewiesenen Kapitalanlagen" betrug 1998 rund DM 507 Millionen. Davon entfielen DM 166 Millionen auf Grundvermögen, DM 308 Millionen auf Dividendenwerte (Aktien, Beteiligun-gen und Investmentfonds) und DM 33 Millionen auf festverzinsliche Wertpapiere. Bezogen auf die gesamten Kapitalanlagen ergibt sich damit eine Reservequote bei den Kapitalanlagen von 34 % .

Der gesamte Jahresüberschuß von DM 39,4 Millionen (Vorjahr 41,8 Millionen) erlaubt es der Gesellschaft, eine Dividende von 30 % sowie einen zusätzlichen Bonus von 5 % auf das in 1998 um 20 % erhöhte Grundkapital auszuschütten und gleichzeitig die Gewinnrücklagen um DM 8,6 Millionen zu verstärken. Außerdem wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, das derzeit gezeichnete Kapital aus Gesellschaftsmitteln von DM 87,84 Millionen auf DM 105,408 Millionen zu erhöhen. Neue Aktien sollen im Verhältnis 5:1 ausgegeben werden und erstmals für das Geschäftsjahr 1999 voll gewinnberechtigt sein.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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