Solar Millennium schließt Anteilsverkauf des spanischen Kraftwerksprojekts Ibersol an Ferrostaal ab
Das Parabolrinnen-Kraftwerk soll mit einer Leistung von 50 Megawatt ab Herbst 2010 in der Provinz Extremadura entstehen und nach etwa zweieinhalb Jahren Bauzeit im Frühjahr 2013 ans Netz gehen.
Zugleich hat Solar Millennium nun die Gesellschafterstruktur beim Projekt Ibersol für den Einstieg weiterer institutioneller Investoren vorbereitet. Dazu hat Solar Millennium von der Beteiligungsgesellschaft Cross Capital AG, Zug (Schweiz), die von dieser mittelbar gehaltenen 25 Prozent der Anteile an der Projektgesellschaft Ibersol zurückerworben. Cross Capital hatte diese im Oktober 2009 von Solar Millennium erworben. Cross Capital verschafft sich nach eigenen Angaben mit dem Verkauf Liquidität für Beteiligungen an geplanten solarthermischen Kraftwerken in den USA. Solar Millennium verfolgt mit dem Rückkauf die Absicht, nach dem Vorbild des Solarkraftwerkprojekts Andasol 3 institutionellen Investoren den Einstieg in das Projekt Ibersol zu ermöglichen und einen Fonds für Privatanleger vorzubereiten. So sind bei Andasol 3 unter anderem die Stadtwerke München, RheinEnergie und RWE Innogy beteiligt. Die Verhandlungen zum Einstieg der institutionellen Investoren bei Ibersol sind nach Einschätzung des Vorstands auf einem guten Weg.
Thomas Mayer, Sprecher des Vorstands von Solar Millennium, begrüßt die Beteiligung von Ferrostaal: "Mit dem Einstieg von Ferrostaal in unser nächstes Spanienprojekt setzen wir abermals unser Geschäftsmodell konsequent um. Mit Ibersol befindet sich unser viertes Projekt in Spanien auf der Zielgeraden. Solar Millennium hat damit einen entscheidenden Beitrag zur weltweiten Verbreitung der Parabolrinnen-Technologie geleistet." Nach dem Einstieg in das Projekt beteiligt sich Ferrostaal an den Projektentwicklungskosten und an der Finanzierung der bereits bestellten Kraftwerkskomponenten. Die weiteren bauvorbereitenden Maßnahmen bei Ibersol werden zukünftig ebenfalls anteilig getragen. Engineering und Bau sollen im Wesentlichen durch die Flagsol GmbH, Köln, das Gemeinschaftsunternehmen von Solar Millennium und Ferrostaal, erfolgen.
Wie auch die Schwesterprojekte Andasol 1, 2 und 3 in der Provinz Andalusien wird Ibersol über große thermische Speicher verfügen, wodurch die Betriebsstunden und die Menge des produzierten Stroms gegenüber einem Solarkraftwerk ohne Speicher nahezu verdoppelt werden können. Das Kraftwerk ist im Wesentlichen baugleich mit Andasol 3, das derzeit in Andalusien im Bau ist. Das rund zwei Quadratkilometer große Kraftwerk Ibersol wird Kollektoren von rund 90 Kilometer Länge und einer Kollektorfläche von etwa einer halben Million Quadratmeter aufweisen - das entspricht der Fläche von rund 70 Fußballfeldern. Das Projekt wurde zusammen mit Andasol 3 Ende 2009 durch die spanische Regierung zum Erhalt der Einspeisevergütung für solarthermisch erzeugten Strom präregistriert.
Der Anteilsverkauf an Ferrostaal steht derzeit noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes. Zusätzlich muss noch die Übertragung von Anteilen an der Projektgesellschaft Ibersol auf eine deutsche Vorschaltgesellschaft nach spanischem Recht rechtswirksam eingetragen werden. Beides wird innerhalb weniger Wochen erwartet. Weitere aufschiebende Bedingungen oder Gremienvorbehalte bestehen nicht. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
US-Projekte ebenfalls auf der Zielgeraden
Auch die geplanten US-Projekte von Solar Millennium befinden sich auf der Zielgeraden. Nachdem das Unternehmen in Spanien mit Andasol 1, 2 und 3 die bislang größten Solarkraftwerke der Welt mit insgesamt über 1,5 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche mit Strom für rund eine halbe Million Menschen entwickelt hat, will es diesen Rekord in Kalifornien selbst übertreffen. Der Bau von mindestens einem Solarkraftwerk mit 242 Megawatt Leistung am Standort Blythe soll noch 2010 beginnen. So wurde am letzten Freitag, 20. August, von der US-Behörde zur Verwaltung staatseigener Ländereien (Bureau of Land Management) die Umweltstudie (Final Environmental Impact Statement) für den Standort Blythe veröffentlicht. Damit ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur endgültigen Genehmigung der geplanten Solarkraftwerke genommen. Der Abschluss des Verfahrens wird für Oktober erwartet.
Quelle: Pressemeldung Solar Millennium AG
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