NORD/LB präsentiert Liste der größten Unternehmen
"Wir sind sehr stolz über die weiter wachsende Zahl der Unternehmen, die sich wieder oder erstmals an der Befragung beteiligten. Dies zeigt den sehr hohen Stellenwert, den unsere Erhebung im Land genießt", sagte NORD/LB Vorstandsmitglied Dr. Jürgen Allerkamp anlässlich der Vorstellung der neuen Studie. Bei der von den Experten der NORD/LB Regionalwirtschaft durchgeführten Analyse hat die TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH ihre erste Position unter den umsatzstärksten Unternehmen mit einem Zuwachs um 10 Prozent auf über 5 Mrd. Euro Umsatz verteidigt. Auch die folgenden drei Platzierungen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Dow Gruppe erwirtschafte einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro und liegt damit weiterhin deutlich vor den EDEKA Märkten Sachsen-Anhalt mit rund 1,9 Mrd. Euro.
Die MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH profitierte erneut von der weltweit weiterhin steigenden Nachfrage nach Metallerzeugnissen und den damit einhergehenden Preissteigerungen. Das Unternehmen verdoppelte seinen Umsatz auf aktuell über 1 Mrd. Euro. Es folgen die Salutas Pharma GmbH und die MITGAS GmbH, die ebenfalls ein zweistelliges Umsatzwachstum berichteten. Die zur niedersächsischen Salzgitter AG gehörende Ilsenburger Grobblech GmbH verlor trotz eines moderaten Umsatzwachstums zwei Positionen. Die Ränge acht bis zehn erreichten die Novelis Deutschland GmbH, die B. & C. Tönnies Gruppe und die Bayer Bitterfeld GmbH.
Das Verarbeitende Gewerbe dominiert mit 70 Notierungen und drei Vierteln des Gesamtumsatzes unter den 100 größten Unternehmen auch in diesem Jahr die Rangliste. Darunter ist der quantitativ am stärksten vertretene Sektor das Ernährungsgewerbe mit 19 Einträgen. Jedoch können diese Unternehmen nicht mit dem Umsatzvolumen der Chemischen Industrie Schritt halten, die mehr als ein Drittel des Umsatzes innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes in Sachsen-Anhalt generiert.
Auch in der diesjährigen Erhebung konnten sich einige Unternehmen erstmals positionieren. Höchster Neueinsteiger ist auf Position 13 die Handelskette Rewe Group Sachsen-Anhalt, die nach 2004 wieder Umsatzangaben zu ihren Aktivitäten im Land machen konnte. Weitere Erstnotierungen sind die Cargill Deutschland GmbH (Ernährungswirtschaft) auf Rang 34 und die SAM Stahlturm- und Apparatebau Magdeburg GmbH mit Platz 46.
Weiterhin steigende arbeitsmarktpolitische Bedeutung der 100 größten Unternehmen
Die Deutsche Bahn AG führt die Rangliste der größten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt trotz des andauernden Beschäftigungsabbaus mit 8.100 Arbeitnehmern unverändert an. Den zweiten Platz belegen mit jeweils 5.000 Beschäftigten die Deutsche Post AG und die Dow Gruppe Deutschland.
Viertgrößter Arbeitgeber ist die Deutsche Telekom AG Sachsen-Anhalt. Es folgen die EDEKA Märkte Sachsen-Anhalt und die Walter Services GmbH Sachen-Anhalt als höchster Neueinsteiger in der Liste der größten Arbeitgeber. Die MIBRAG Mitteldeutsche Braunkohlen GmbH, die K+S Kali GmbH und die erstmals in den Top Ten gelistete AKT AG Gruppe erreichten die Positionen sieben bis neun. Den zehnten Platz belegt das Mitteldeutsche Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG, das sich aufgrund der beiden neu in den Top Ten vertretenen Unternehmen im Vorjahresvergleich um zwei Positionen verschlechterte.
Die 100 größten Unternehmen beschäftigten im Jahr 2006 gut 87.500 Mitarbeiter was einer Steigerung um 4 Prozent entspricht. Damit stellten sie zusammen rund 12 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen-Anhalt. Insgesamt haben 18 Unternehmen mehr als 1.000 Vollzeitmitarbeiter, drei mehr als im Vorjahr.
Auch beim Ranking der größten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt ist das Verarbeitende Gewerbe weiterhin der bedeutendste Sektor. Sein Gewicht nahm im Vorjahresvergleich geringfügig auf 38 Prozent zu. Seinen Anteil steigern konnte der Dienstleistungssektor, der mit 16 Prozent der Beschäftigten wieder den Bereich Bergbau/Energie (13 Prozent) überholte. Dennoch rangiert er weiterhin hinter dem Verkehrsgewerbe, das auf einen Anteil von 19 Prozent kommt.
Konzentration auf Magdeburg und Halle als Standort großer Unternehmen setzt sich weiter fort
Die regionale Verteilung der 100 größten Arbeitgeber zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine weiter zunehmende räumliche Konzentration auf die städtischen Zentren Magdeburg und Halle. Dabei steht Magdeburg als Einzelstandort mit jetzt 19 Unternehmen wieder deutlich vor Halle mit 14 Notierungen. Die Dominanz der beiden Städte wird noch durch die Tatsache unterstrichen, dass die hier angesiedelten 33 Betriebe fast 50 Prozent der Beschäftigten der 100 größten Unternehmen Sachsen-Anhalts auf sich vereinen. Merseburg belegt mit weiterhin vier Einträgen die dritte Position. Daneben verfügen nur noch Bernburg, Leuna, Wernigerode und Wittenberg über mehr als zwei Unternehmenssitze. Zwischen den Ansiedlungszentren Magdeburg und Halle verteilen sich die Betriebe räumlich recht homogen. Der nördliche Landesteil ist weiterhin unterdurchschnittlich mit großen Unternehmen vertreten. Eine starke Präsenz ist hingegen in den neu gebildeten Landkreisen Saalekreis und Landkreis Harz zu finden, wo insgesamt 23 Betriebe ihren Sitz haben.
Unternehmer erwarten Abschwächung des Wachstums
Erstmals wurden die Unternehmen in Sachsen-Anhalt bei der Datenerhebung nach ihrer Einschätzung der Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung für das laufende Jahr befragt. Die Unternehmen, die eine Prognose abgaben, erwarten eine Fortsetzung des Mitarbeiteraufbaus und des Umsatzwachstums. Jedoch wird sowohl hinsichtlich der Mitarbeiterzahl als auch der Umsätze gegenüber dem Vorjahr mit einer deutlichen Abschwächung gerechnet. Durchschnittlich gehen die Unternehmen von einem Mitarbeiterwachstum von 1,9 Prozent sowie einer geringfügigen Steigerung der Umsätze in Höhe von 0,4 Prozent aus.
Quelle: Pressemeldung NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale
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