Kevin Parker: Fondsindustrie spielt entscheidende Rolle bei Investitionen in Klimaschutz
Parker, Mitglied des Group Executive Committee der Deutschen Bank, spricht an diesem Nachmittag auf dem United Nations Investor Summit on Climate Risk in New York. "Weltweit werden rund 26 Billionen USD in Investmentfonds verwaltet. Als Vermögensverwalter können wir maßgeblich dazu beitragen, dass dieser riesige Bestand an Kapital eingesetzt wird, um Unternehmen zu unterstützen, die eine wirkunsvolle Antwort auf den Klimawandel haben", erläutert Parker.
"Nahezu jede Branche und Region ist vom Klimawandel betroffen. Die Investmentfondsindustrie kann diesen Prozess positiv beeinflussen, indem sie erstens Anlagestrategien und Anlageprodukte entwickelt, die die Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigen, und zweitens, indem sie Anlegern dabei hilft, das Phänomen Klimawandel besser zu verstehen und welchen Einfluss dieses auf ihre Anlageentscheidungen hat", so Parker.
"Unser Fondsgeschäft für Privatkunden, das weltweit unter der Marke DWS firmiert, verzeichnete Ende November 2007 verwaltete Mittel von rund 10 Mrd. USD in Klimafonds. Das sind 15 % der geschätzten 66 Mrd. USD**, die bisher weltweit in der gesamten Investmentfondsbranche eingesammelt wurden. Bis zum Jahresende 2007 stieg das verwaltete Vermögen der DWS auf rund 11 Mrd. USD. Unser Fondsvertriebsgeschäft, DWS Scudder Distributors, Inc., brachte im September 2007 den ersten Klimafonds auf den US-amerikanischen Markt."
"Allgemein wird davon ausgegangen, dass eine umweltbewusste Investition kein gutes Anlageergebnis erzielen kann. Das ist falsch. Ich bin davon überzeugt, dass es im Gegenteil eine Win-Win-Situation für Investoren und Unternehmen ist, da das Kapital in Unternehmen fließt, die Gewinn daraus erzielen, den Klimawandel zu bremsen und darauf zu reagieren. Der Klimawandel wird in absehbarer Zukunft eines der vorherrschenden Investmentthemen und eine wichtige potenzielle Ertragsquelle sein", fügt Parker hinzu.
"Die Anlagemöglichkeiten werden sich radikal verbessern, sobald wir eine weitere Fehlannahme ablegen: und zwar, dass fossile Brennstoffe im Vergleich zu alternativen Energien günstig sind. Der scheinbare Preisunterschied ist eine Illusion, denn die externen Effekte der fossilen Brennstoffe werden nicht angemessen eingepreist - zum Beispiel die Kosten der Umweltverschmutzung, die durch fossile Brennstoffe verursacht werden. Als Reaktion auf staatliche Vorschriften wurde ein System zur Festlegung von CO2-Preisen auf den weltweiten Finanzmärkten eingeführt, das diese externen Effekte berücksichtigt. Dadurch werden erneuerbare Energietechnologien unweigerlich konkurrenzfähiger gegenüber fossilen Brennstoffen."
Parker kündigte heute auch an, dass DeAM die von den Vereinten Nationen herausgegebenen Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investment, United Nations Principles for Responsible Investment (UN PRI), unterzeichnet hat. Die sechs Grundsätze, deren Einhaltung freiwillig ist, liefern ein Rahmenwerk, das Anlegern helfen soll, ökologische und soziale Themen sowie Aspekte der Corporate Governance bei ihren Investmententscheidungen zu berücksichtigen. Anfang 2008 hatten fast 200 Organisationen die UN PRI unterzeichnet, auf die mehr als 10 Bio. USD an verwaltetem Vermögen entfallen.
Um das Bewusstsein der Investoren zu stärken, ist DeAM auch dem Investor Network on Climate Risk (INCR) beigetreten. INCR ist ein internationales Netzwerk aus institutionellen Investoren und Finanzinstituten, das das Verständnis für die durch den Klimawandel geschaffenen finanziellen Risiken und Anlagechancen fördern will. Im November 2003 anlässlich des ersten Institutional Investor Summit on Climate Risk der Vereinten Nationen gegründet, umfasst INCR inzwischen mehr als 60 Investmentgesellschaften, die insgesamt fast 5 Bio. USD an Vermögen verwalten.
** Diese Zahl bezieht sich auf Klimafonds und basiert auf Daten von FERI und SimFund. Die Aufnahme eines Fonds erfolgt anhand der Fondsklassifizierung und anhand der von DeAM festgelegten Kriterien (Fonds, die in erster Linie in den Klimaschutz, in alternative/erneuerbare Energien, in ökologische/grüne/nachhaltige Projekte und Wasserkraft investieren).
Quelle: Pressemeldung Deutsche Bank AG
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