Handwerk blickt mit Zuversicht in die Zukunft
Die Zahl der Handwerksbetriebe, die ihre Situation als schlecht einstufen, hat sich gegenüber den Herbst vergangenen Jahres um 9,8 Pro-zent auf 15,7 Prozent verringert.
Mit Blick auf die kommenden Monate rechnen 36,9 Prozent der Betriebe mit Wachstumsimpulsen, 51,8 Prozent gehen von einer weiterhin befriedigenden Geschäftslage aus.
Nach den Worten von HWK-Hauptgeschäftsführer Günther Tartter zeigt sich in diesem Ergebnis auch die positive Auswirkung der staatlichen Konjunkturprogramme auf die Auftragslage vieler Unternehmen. Dies gelte insbesondere für den Bereich Bau und Ausbau. Nun gehe es darum, die Aufträge zu verstetigen, indem auch weiterhin ausreichend öffentliche Investitionen, etwa im Städte- und Straßenbau, getätigt würden. Auch halte das Handwerk seine Forderung nach "Mehr Netto vom Brutto" aufrecht. Herrsche Ebbe im Geldbeutel der Verbraucher, könnten sie den Unternehmen keine Aufträge erteilen; der Aufschwung komme ins Stocken, Arbeits- und Ausbildungsplätze gerieten in Gefahr.
In den einzelnen Handwerksbranchen stellt sich die wirtschaftliche Entwicklung unterschiedlich dar. So hat sich in den Bauhandwerken die Zahl der Betriebe mit guter und befriedigender Geschäftslage von 69,6 Prozent (Herbst 2009) auf 90,6 Prozent (Herbst 2010) erhöht. In den Ausbauhandwerken ist die Zahl von 77,3 Prozent auf aktuell 85,1 Prozent gestiegen. Bei den Zuliefer-erhandwerken ist ein Plus von 20,3 Prozent, bei den Gesund-heitshandwerken von 16,7 Prozent, den Kfz-Handwerken von 7,9 Prozent und bei den Nahrungsmittelhandwerken von 7,8 Prozent zu verbuchen. Bei den Dienstleistungshandwerken (unter anderem Friseure, Schumacher, Kosmetiker) hingegen verbuchen 18,6 Prozent mehr Betriebe ein schlechtes Ergebnis als ein Jahr zuvor.
Parallel zur Entwicklung des Geschäftsklimaindexes ist auch bei der Umsatzentwicklung im rheinhessischen Handwerk ein positiver Trend zu erkennen. Fünf Prozent der Betriebe registrieren höhere Umsätze. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Auftragslage. Mit einem Anteil von neun Prozent können erstmals seit längerer Zeit wieder mehr Betriebe zunehmend Auftragseingän-ge verzeichnen. Die durchschnittliche Auftragsreichweite hat sich deutlich verlängert und liegt nun bei 7,6 Wochen (Herbst 2009: 5,6 Wochen).
Bei der Betriebsauslastung wird das Vorjahresniveau übertrof-fen. So sind in diesem Herbst 34 Prozent der Unternehmen bis zu 100 Prozent ihrer Betriebskapazität ausgelastet - gegenüber 22 Prozent im Herbst 2009.
Der Arbeitsmarkt im Handwerk hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. So haben neun Prozent der Betriebe ihren Mitarbeiterstamm erhöht. Mit einer weiteren Stabilisierung des Ar-beitsmarktes in den kommenden Monaten rechnen 85 Prozent der befragten Betriebe.
Quelle: Pressemeldung Handwerkskammer Rheinhessen
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