Finanzexperten erwarten im ersten Halbjahr 2004 weiter steigende Aktienmärkte
Zwei von drei Finanzexperten rechnen bis zur Jahresmitte 2004 mit weiter steigenden Aktienkursen in Deutschland und an den Weltbörsen. Jeder zweite Finanzexperte erwartet darüber hinaus auch für das Jahresende 2004 höhere Kursstände. So lautet ein Ergebnis der heute in München veröffentlichten DAB Finanzmarktumfrage. Die DAB bank AG, München, hatte dazu deutschlandweit Vermögensverwalter, Fondsvermittler und Banken nach deren Einschätzung zur Entwicklung der Finanz- und Kapitalmärkte im kommenden Jahr befragt. 64 Finanzprofis nahmen an der Umfrage teil. DAB Vorstand Jens Hagemann sieht die DAB Finanzmarktumfrage als Signal für Privatanleger, sich erneut verstärkt mit Wertpapieranlagen zu beschäftigen: "Wenn Finanzprofis insbesondere für das erste Halbjahr weiterhin Chancen an den Börsen sehen, sollten sich Kleinanleger die Gewinnmöglichkeiten, die der Kapitalmarkt bietet, nicht entgehen lassen."
Hauptgrund für die freundliche Markteinschätzung ist für die Experten bei der DAB Finanzmarktumfrage die allgemeine Konjunkturerholung verbunden mit steigenden Unternehmensgewinnen und einem niedrigen Zinsniveau an. Daneben wurden der wirtschaftliche Aufschwung des US-Marktes und das gesteigerte Anlegervertrauen genannt. Als Konjunkturgefahren sehen die Experten die mögliche Enttäuschung angesichts übertriebener Erwartungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Erholung und geopolitische Risiken wie Terroranschläge.
Als Anlageregion bevorzugen Finanzexperten wie in den beiden vorangegangenen DAB Finanzmarktumfragen Asien und die Europäischen Union und weniger die USA. Ausschlaggebend sind hierfür die großen asiatischen Wachstumsmärkte China und Indien sowie die kommende EU - Osterweiterung. Diese Einschätzung drückt sich in den Erwartungen an die entsprechenden Leitindizes aus. Bei DAX und EuroSTOXX gehen im Schnitt neun von zehn Experten von einem Anstieg bis zum Ende des ersten Halbjahres 2004 aus. Über ein Viertel der Anlage-Experten traut dabei dem DAX mehr als 4.200 Punkten und dem EuroSTOXX mehr als 3000 Punkte zu (Schlußkurs DAX, Xetra, 01.12.03: 3.805 Punkte, EuroSTOXX50: 2665 Punkte).
An eine deutliche Steigerung des Dow Jones auf über 11.500 Zähler glauben hingegen nur wenige der Umfrageteilnehmer (Schlußkurs Dow Jones, 01.12.03: 9782 Punkte). Dennoch gehen die Finanz - Experten beim Wechselkurs von einer leichten Stärkung des US-Dollars gegenüber dem Euro aus im ersten Halbjahr 2004.
Bei der Branchenauswahl setzen die Anlage-Profis aufgrund der besseren Marktstimmung wieder vermehrt auf Zyklikerbranchen. Telekommunikation, Rohstoffe, Versicherungen und Edelmetalle sowie die IT-Branche sind ihrer Meinung nach lange unterbewertet gewesen und versprechen auch in den kommenden Monaten gute Renditechancen. Bankentitel sowie Chemie- und Pharma-Werte werden verstärkt ins Anlegerinteresse rücken. Als konkrete Aktientipps wurden von den Umfrageteilnehmern am häufigsten Deutsche Telekom, Allianz, Siemens, Samsung, Schering und Deutsche Bank genannt. Bei Fonds werden vor allem Griffin Eastern Europe, Templeton Growth und MLUF Mining eine gute Performance im ersten Halbjahr 2004 zugetraut. Bei Anleihen favorisieren die Finanzexperten Unternehmensanleihen mit kurzen Laufzeiten aus den oben genannten Branchen.
Ein Wachstumsfeld stellt für Anlage-Berater 2004 das Thema Hedgefonds dar. Da Hedgefonds ab Januar 2004 in Deutschland auch für den direkten Verkauf an Privatkunden zugelassen werden, rechnen fast 70 Prozent der befragten Experten mit einem stärkeren Kapitalzufluß in diese Anlageform.
Quelle: Pressemeldung DAB bank AG
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