Erneut sehr gute Ergebnisentwicklung in 2001
Nach Eliminierung von Sondereffekten nach IAS wird ein Zuwachs des Überschusses auf ca. 316 (Vorjahr: 308) Mio. Euro erwartet. Der AMB-Finanzvorstand, Dr. Fritz Becker, zeigte sich mit der Entwicklung sehr zufrieden: "Dieser Anstieg ist umso erfreulicher als er auf einem sehr hohen - bereits zweistellig gewachsenen - Vorjahreswert basiert und wir uns damit auch deutlich vom allgemein negativen Markttrend abgekoppelt haben."
Ursache dieses guten Ergebnisses waren sowohl eine überdurchschnittlich gute Beitragsentwicklung, gesunkene Leistungen und eine Verbesserung der Kostenquoten als auch steuerliche Effekte.
Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft erzielte der AMB-Verbund eine Beitragseinnahme von gut 11 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine bereinigte Zuwachsrate um 6,7 % gegenüber dem Vorjahr. (Markt: 3,3 %) Hierbei wurden Sondereinflüsse aus der Bestandssanierung der Generali Lloyd Versicherung und der planmäßigen Reduzierung des Einmalbeitragsgeschäfts eliminiert. Unter Einbeziehung des in Rückdeckung übernommenen Geschäfts - das sich nach Auflösung der Cosmos Re weiter verminderte - lagen die Gesamtbeiträge bei rund 11,2 (Vorjahr: 10,9) Mrd. Euro.
Die laufenden Vermögenserträge erhöhten sich auf gut 3,46 (Vorjahr: 3,35) Mrd. Euro. Demgegenüber verminderten sich die gesamten Erträge aus Kapitalanlagen aber aufgrund der schwierigen Kapitalmarktsituation auf 3,35 (Vorjahr: 4,81) Mrd. Euro. Gleichzeitig verringerten sich die Leistungen auf etwa 11,35 (Vorjahr: 11,95) Mrd. Euro. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken um etwa 95 Mio. Euro auf ca. 1,83 Mrd. Euro, so dass sich die Kostenquote auf etwa 17,5 % (Vorjahr: 18,9 %) reduzierte.
Die Lebensversicherung, der mit einem Anteil von etwa 59 % am gesamten Beitragsvolumen größte Geschäftsbereich, entwickelte sich im Berichtsjahr wiederum besser als der Durchschnitt der Wettbewerber. Bei den vom AMB-Verbund vorrangig gezeichneten Verträgen gegen laufenden Beitrag erhöhte sich das Neugeschäft um über 19 % auf mehr als 990 Mio. Euro, bedingt durch die höhere Nachfrage nach Berufsunfähigkeitsversicherungen und "Riester-Produkten".
Bereits bis zum Jahresende 2001 schlossen die Konzernunternehmen gut 315 000 Riester-Verträge ab. Einen wesentlichen Anteil daran hatte der größte Vertriebspartner der AMB-Gruppe die Deutsche Vermögensberatung AG DVAG. Sehr erfreulich entwickelte sich auch die intensivierte Zusammenarbeit mit der Commerzbank AG. Hier wurden die für das Jahr 2001 vereinbarten Ziele sogar überschritten. Das Neugeschäft gegen Einmalbeitrag - das grundsätzlich starken Schwankungen unterworfen ist - lag infolge der sehr selektiven Zeichnungspolitik bei etwa 460 (Vorjahr: 674) Mio. Euro.
Aus dem Versicherungsbestand von 263 Mrd. Euro resultierten Beiträge von insgesamt 6,61 Mrd. Euro. Die darin enthaltenen laufenden Beiträge in Höhe von 6,12 Mrd. Euro stiegen um 7,0 % gegenüber dem Vorjahr. Unter Einbeziehung der reduzierten Einmalbeiträge ergab sich ein Prämienzuwachs um 2,5 %.
Aufgrund des guten Neugeschäfts sowie notwendiger Tarifanpassungen verzeichneten die Brutto-Beiträge in der Krankenversicherung eine Zunahme um 6,5 % auf 1,18 Mrd. Euro.
Insbesondere durch das starke Neugeschäft und Beitragsanpassungen in der Kraftfahrtversicherung erhöhte sich das Beitragsvolumen im selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft auf 3,25 Mrd. Euro. Das entspricht einer bereinigten Steigerungsrate von 6,0 %. Einschließlich des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts lag das Prämienvolumen in diesem Bereich bei etwa 3,77 Mrd. Euro, was einem bereinigten Zuwachs um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr gleichkommt. Selbst unter Berücksichtigung aller beitragsmindernder Einflüsse ergab sich eine unbereinigte Steigerung der gebuchten Beiträge um 1,6 %.
Das unter dem Segment "Finanzdienstleistung" erfasste Kapitalanlagegeschäft entwickelte sich trotz der anhaltend schwierigen Situation an den Kapitalmärkten erfolgreich. Die Kapitalanlagegesellschaft verwaltete zum Jahresende ein Volumen (einschließlich Spezialfonds) von rund 5,4 Mrd. Euro.
Das ebenfalls hier ausgewiesene Bauspargeschäft verzeichnete nach der marktweiten Eintrübung der vergangenen Jahre im Antragsgeschäft eine erste Belebung. Die neu abgeschlossenen Verträge lagen mit mehr als 210 000 Stück um 7,4 % und einem korrespondierenden Vertragsvolumen von mehr als 3,90 Mrd. Euro Bausparsumme um 3,7 % über Vorjahresniveau.
Ausblick auf das Jahr 2002
Die AMB-Gruppe erwartet im laufenden Geschäftsjahr weitere Marktanteilsgewinne. Durch ihre Positionierung im Breitengeschäft sowie im klein- und mittelständischen Gewerbe sieht sie insbesondere gute Wachstumschancen bei "Riester"-Produkten und in der betrieblichen Altersversorgung. Insgesamt rechnet der Verbund mit einem Beitragszuwachs in Höhe von ca. 5 %. Wesentliche Wachstumsimpulse werden dabei - wie schon in den Vorjahren - von der Deutschen Vermögensberatung ausgehen. Auch der Konzern-Jahresüberschuss soll weiter steigen. Die AMB-Gruppe geht davon aus, im Geschäftsjahr 2002 an die kontinuierlich sehr gute Ergebnisentwicklung der Vorjahre - in 2001 sogar gegen den negativen Markttrend - anknüpfen und unter der Prämisse stabiler Kapitalmärkte den Konzern-Jahresüberschuss wiederum steigern zu können.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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