Deutsche Bank Private Wealth Management (PWM) sieht weiteres Potenzial bei Aktien
Die PWM Investmentexperten begründen diesen Ausblick mit einer unverändert sehr robusten Weltwirtschaft. In Asien sehen die PWM Experten vor allem China auf unverändert gutem Weg. Ängste, die Wirtschaft des Landes sei überhitzt und leide unter steigenden Inflationsraten, hält man für übertrieben. Auf chinesischer Seite habe man geeignete Gegenmaßnahmen in Form von Zinserhöhungen ergriffen, so das GIC. Deutschland bleibt aufgrund seiner Exportstärke die Wachstumslokomotive in Europa.
Joachim Häger, Vorsitzender der Geschäftsleitung im Private Wealth Management Deutschland der Deutschen Bank: "Die Weltwirtschaft und vor allem die Aktienmärkte haben sich trotz zahlreicher Belastungen wie Japan-Katastrophe, den Unruhen in Nordafrika und Nahost und dem dadurch ausgelösten Ölpreisanstieg erfreulich stabil gezeigt. Unter der Annahme, dass der jüngste Ölpreis unter 150 US-Dollar pro Barrel bleibt, ist das Wachstum der Weltwirtschaft nicht gefährdet."
Bei Aktien hat die Deutsche Bank neben den Emerging Markets eine starke Präferenz für Deutschland und die USA. Auf Sektorenebene sollte sich der positive Trend bei US-Technologieunternehmen fortsetzen. So handelt der Technologiesektor im S&P 500 mit dem größten Abschlag gegenüber den anderen zehn Sektoren. Björn Jesch, Chief Investment Officer im Private Wealth Management Deutschland der Deutschen Bank: "Wir erwarten, dass dieser Sektor im Vergleich zum S&P 500 eine deutliche Mehrrendite von über 5 Prozent in den nächsten zwölf Monaten erzielt." Darüber hinaus bieten sich für risikobereite Investoren Chancen am koreanischen Aktienmarkt. Koreanische Unternehmen sind derzeit nicht nur attraktiv bewertet. Ihnen kommen auch Lieferengpässe bei den japanischen Wettbewerbern zu Gute. Daneben werden Unternehmen, die vom positiven Konsumklima in China profitieren, ebenfalls mit guten Chancen gesehen.
"Es ist wenig sinnvoll, jetzt Aktien in Rentenpapiere umzuschichten. Für den Dax rechnen wir auf Sicht von zwölf Monaten mit einem Niveau von 7.950 Punkten und bei Renten bestehen weiterhin Rückschlagsrisiken", so Joachim Häger. Das Global Investment Committee empfiehlt deshalb, die Laufzeiten bei Renten möglichst kurz zu halten. Aktien- und Renteninvestments in Schwellenländern, die dynamisch wachsen und niedrig verschuldet sind, erscheinen als interessante Alternative.
Bei Rohstoffen bieten sich in Teilbereichen Gewinnmitnahmen an. So eröffnen sich für Anleger, die Industriemetalle reduzieren möchten, vor allem bei Agrarrohstoffen interessante Alternativen.
Der Kurs des US-Dollars zum Euro tendiert nach Meinung der PWM Experten in den nächsten drei Monaten seitwärts. Ein kurzfristiges Überschreiten der 1,50 Euro-Marke scheint nicht ausgeschlossen. Unter der Annahme, dass die Pläne zur Reduzierung des US-Defizites deutliche Fortschritte machen und die US-Notenbank in einigen Monaten eine geldpolitische Wende einleiten wird, erwartet das GIC auf Jahressicht wieder einen stärkeren US-Dollar.
Quelle: Pressemeldung Deutsche Bank AG
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