DORMA trotz Wirtschaftskrise mit gutem Ergebnis und hoher Liquidität

24.09.2009 | Ennepetal
In einem durch die Wirtschaftskrise geprägten Geschäftsjahr 2008/09 (30.06.) lag der Gesamtumsatz der DORMA Gruppe in Höhe von 882,2 Mio. Euro mit einem nur leichten Rückgang um 1,3% (währungs- und akquisitionsbereinigt -0,3%) nahezu auf Vorjahresniveau. Die liquiden Mittel sind im Berichtsjahr von 120,6 Mio. Euro auf 180,2 Mio. Euro gestiegen.

Die Eigenkapitalquote stieg nochmals um 3,5 Prozentpunkte von 59,0% auf 62,5%. Der operative Cashflow ist mit 85,9 Mio. Euro auf hohem Niveau.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 59,8 Mio. Euro entspricht einer Umsatzrendite von 6,8%. Die Zahl der Beschäftigten sank zum Stichtag 30.06.2009 im Vorjahresvergleich um 290 von 6.911 auf 6.621. DORMA Geschäftsführer Dr. Michael Schädlich verwies auf einen in Zeiten der Wirtschaftskrise im Geschäftsjahr 2008/09 verordneten Wechsel von Expansion auf Kostensenkung und Stärkung der Liquidität.

Verlauf des Geschäftsjahres ein Wechselbad der Gefühle

Wirtschaftlich war das Berichtsjahr für DORMA ein Wechselbad der Gefühle. "In den ersten Monaten wuchs das Geschäft noch in gewohnter Weise, stagnierte später und brach im vierten Quartal ein. In Summe haben wir uns allerdings - wie wir meinen - recht gut geschlagen", erklärte Dr. Schädlich. Die wirtschaftliche Entwicklung hat auch die traditionellen Wachstumsregionen in der DORMA Gruppe erfasst. So konnte die in den Vorjahren mit Steigerungsraten von 40-50% überzeugende Golfregion in Landeswährung "nur" noch um 19,1% im Umsatz zulegen. Auch die Emerging Markets mit den Schwerpunktmärkten Russland und Indien sowie die Region Südamerika steigerten die Umsätze um jeweils 10,3%. Weiterhin konnten Umsatzzuwächse in den Regionen Nordamerika (+2,8%), Far East (+3,8%) und Australien (+3,6%) erzielt werden.

Das Geschäft in allen anderen Regionen war rückläufig. Neben der im Jahr eins nach den Olympischen Spielen unter der stark nachlassenden Bautätigkeit bei Großprojekten leidenden Region China (-20,7%) gaben vor allem die Umsätze in den europäischen Regionen gegenüber dem Vorjahr nach.

Zentraleuropa (-1,3%) zeigt naturgemäß ein gemischtes Bild. Zunächst haben

sich die Länder Belgien und Schweiz positiv entwickelt, während die Niederlande deutlich negative Wachstumsraten aufwiesen. Der Kernmarkt Deutschland hat

sich bei -1,1% gehalten.

DORMA steuert rechtzeitig gegen

Eine zurückhaltende Planung der Ausgabenseite bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2008/09 hat sich vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklungen als vorausschauend erwiesen. Mit dem Kostensenkungsprogramm "Shelter" sind im Verlauf des Berichtsjahres zudem weitere konkrete Einsparungspotenziale in der DORMA Gruppe identifiziert und umgesetzt worden. Hiermit konnten, so Geschäftsführer Dr. Schädlich, in allen Tochtergesellschaften weltweit insgesamt Einsparungen in Höhe von 22,2 Mio. Euro erreicht werden.

Selbstverständnis eines Familienunternehmens

Es war das Ziel des Unternehmens, die Balance zu halten zwischen Bremsen und Gasgeben, Sparen und Investieren, Euphorie und Zurückhaltung, Freiheit und Disziplin. Diese Balance ist eng verbunden mit dem Selbstverständnis und der auf Verlässlichkeit beruhenden Kontinuität eines Familienunternehmens.

In diesem Sinne ist der im Berichtsjahr eingeleitete Generationenübergang der Inhaberfamilie ein wichtiges Zeichen. Der bisherige Alleininhaber Karl-Rudolf Mankel hatte Anfang 2009 den überwiegenden Teil der Geschäftsanteile auf seine Töchter Christine und Stephanie Mankel übertragen.

Gute Basis für die kommenden Jahre

In der Gesamtbetrachtung des Geschäftsjahres musste DORMA bei konstantem Umsatz lediglich einen moderaten Ergebnisrückgang hinnehmen. Das Ergebnis hat sich auf hohem Niveau stabilisiert. Die Eigenkapitalquote stieg nochmals um 3,5 Prozentpunkte von 59,0% auf 62,5%. Das Unternehmen geht mit einer gestärkten Liquidität aus dem Geschäftsjahr. "Wir haben damit die Basis gelegt für die weiteren Jahre. DORMA steht besser denn je im Markt. Und wir sind überzeugt, dass DORMA in der Krise Weg gutmachen wird, auch wenn der Wind kräftig von vorne kommt", erklärte Dr. Schädlich. "Falls wir uns geirrt haben sollten und die Krise geht schneller vorbei als befürchtet, dann sind unsere Ergebnisse noch erfreulicher".

Quelle: Pressemeldung DORMA Holding GmbH + Co. KGaA

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