DBS-Hauptversammlung beschließt Verschmelzung mit Badenia Bausparkasse AG
Nach den Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden, Dr. Karlheinz Henge, waren nach der Abwägung verschiedener Alternativen die Zusammenführung von Badenia und DBS zu einer Bausparkasse mit einem Standort in Karlsruhe die einzige sinnvolle wirtschaftliche Lösung.
Die Badenia gehört zu 99,99 Prozent zum Aachener und Münchener Konzern. Der AM Konzern gehört wiederum zu 67,4 Prozent zum Konzern der Assicurazioni Generali mit Sitz in Triest. Durch die 91-prozentige Beteiligung der Badenia an der DBS gehört die DBS damit mittelbar ebenfalls mehrheitlich zur Generali-Gruppe.
Den DBS-Aktionären ist auf Basis der Aktienwerte ein Umtauschverhältnis von 12:1 angeboten worden.
Danach gewährt die Badenia Bausparkasse AG den außenstehenden Aktionären für je eine Inhaberaktie der DBS im Nennbetrag von DM 50,-- 12 vinkulierte Namensstückaktien der Badenia mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro pro Stückaktie. Dies entspricht einem Wert der DBS-Aktie in Höhe von DM 218,52. Dieser Wert ist um 2,6 Prozent höher als der Wert, der sich aus dem Bewertungsgutachten ergibt. Darüber hinaus wurde den DBS-Aktionären ein zusätzliches freiwilliges öffentliches Kaufangebot unterbreitet. Danach können DBS-Aktionäre ihre Aktien zum Preis von DM 250,-- je DBS-Aktie im Nennbetrag von DM 50,-- an die Badenia bis zum 20.05.2000 verkaufen.
Die DBS hat im Jahr 1999 im Bruttoneugeschäft 25.684 Verträge mit einem Gesamtvolumen von 958 Millionen DM Bausparsumme abgeschlossen. Damit wurden die Vorjahresergebnisse um 10,8 Prozent in der Stückzahl und 3,1 Prozent im Vertragsvolumen unterschritten.
Im Nettoneugeschäft wurden 22.623 Verträge (- 14,2 %) mit einer Bausparsumme von 790,2 Millionen DM (Vj: 843; - 6,3 %) eingelöst.
Dieses Neugeschäft führte bei niederverzinslichen Gegenanlagen zur Belastung des Ertrages.
Der gesamte Vertragsbestand betrug zum Jahresende 1999 218.511 Verträge (- 4,7 %) mit einer Bausparsumme von 7,168 Milliarden DM (- 4,8 %).
Der gesamte Geldeingang lag mit 371,9 Millionen DM (Vj: 407,9; - 9 %) unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Der Spargeldeingang stieg leicht um 2 Prozent auf 226,7 Millionen DM (Vj: 222,2).
Die Bauspareinlagen gingen insgesamt um 2,2 Prozent auf 360,9 Millionen DM (Vj: 394,8) zurück. Für Bauspareinlagen konnten 30,3 Millionen DM Zinsen gutgeschrieben werden. Aus Geldeingang und Zinsgutschriften wurden der Zuteilungsmasse 382,6 Millionen DM zugeführt, das waren 8,3 Prozent weniger als im Vorjahr.
Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 13.614 Verträge mit einer Bausparsumme von zusammen 388 Millionen DM zur Zuteilung angeboten werden (Vj: 376,3; + 3,1 %).
Das Geschäftsjahr schließt mit einem Verlust in Höhe von 2,2 Millionen Mark ab.
Für das Geschäftsjahr 1999 beschloss die Hauptversammlung, auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten und den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktes konnte im Nettoneugeschäft des 1. Quartals 2000 eine Steigerung von 4 Prozent erreicht werden. Diesem positiven Ergebnis steht ein Bruttowert von - 16,2 Prozent gegenüber.
Bündelung der Kräfte und Synergieeffekte
Durch die beschlossene Verschmelzung der beiden Bausparkassen können nach Ausführungen von Dr. Henge eine Reihe von Synergien erzielt werden:
Durch eine technisch-organisatorische Kräftebündelung können die Kunden von DBS und Badenia auf einer gemeinsamen Datenverarbeitungsplattform durch besseren Service und kundenfreundliche Tarife profitieren. Weiterhin kann durch die Zusammenlegung im Bereich der Stabsfunktionen der Personalaufwand reduziert werden.
In der Neuorientierung werden durch den gemeinsamen Verbund mit der Commerzbank auch erhebliche vertriebliche Synergien genutzt. Die Kooperationen mit den Partnergesellschaften Generali/Lloyd und Nürnberger Versicherung kann in Zukunft mit einer gefestigten Organisation betreut werden.
Neue Firmierung
Nach Zusammenführung von DBS und Badenia wird das Unternehmen unter dem Namen
Deutsche Bausparkasse
B A D E N I A AG
firmieren.
Wirksam wird die Zusammenführung erst mit der Eintragung in dem für die Badenia zuständigen Handelsregister in Karlsruhe.
Das zusammengeführte Unternehmen verfügt danach über einen Vertragsbestand von 61,08 Milliarden DM Bausparsumme, 1,8 Millionen Verträge und eine Bilanzsumme in Höhe von 10,1 Milliarden DM.
Die Verschmelzung bedingt zunächst eine Investitionsphase in das gemeinsame Unternehmen (z.B. Sozialplan, Anpassung der Datenverarbeitung, gemeinsame Tarife etc.).
Nach der Investitionsphase können nach Aussage von Dr. Henge Kosteneinsparungen von 13 bis 14 Millionen DM pro Jahr erwartet werden.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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