Air Berlin steigert Ergebnis
"Air Berlin gehört damit zu den wenigen Fluggesellschaften, die ihr Ergebnis im dritten Quartal dieses Jahres verbessern konnten", sagte CEO Joachim Hunold.
Die Grundlage des guten Quartalsergebnisses bildet weiterhin das im Vorjahr beschlossene Effizienzsteigerungsprogramm "Jump", das auch in diesem Jahr konsequent weiter betrieben wird. Durch Kapazitätsanpassungen, mit denen Air Berlin den Folgen der leicht rückläufigen Passagierzahlen auf 8,3 Millionen (minus 4,1 Prozent) durch die Finanz- und Wirtschaftskrise begegnet ist, kann die Airline eine gute Performance vorweisen. Dies ist umso bemerkenswerter, da das Ergebnis im dritten Quartal durch drei Streiktage belastet wurde. Zudem dämpfte der Bombenanschlag auf Mallorca im Juli und die Diskussion um die Schweinegrippe zeitweise die Nachfrage für dieses Zielgebiet.
Der Erlös pro Passagierkilometer erhöhte sich um 7,7 Prozent von 7,65 auf 8,24 Eurocent. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Leasingaufwand (EBITDAR) erreichte im Berichtsquartal 228,7 Millionen Euro nach 209 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 33,5 Prozent auf 118 nach 88,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Finanzergebnis ist geprägt durch Erträge in Höhe von rund 20 Millionen Euro aus der Tilgung einer Wandelanleihe. Darüber hinaus fielen die Währungsverluste geringer als in 2008 aus, so dass sich das Finanzergebnis nach minus 15 Millionen Euro im Vorjahr insgesamt auf 3,2 Millionen Euro deutlich verbesserte. Das Netto-Ergebnis des dritten Quartals beträgt 95,2 nach 45,1 Millionen Euro im Vergleichsquartal. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund von Bewertungsänderungen aus IFRIC 13 ("Customer Loyalty Programmes") angepasst.
Auch kumuliert wird die positive Ergebnisentwicklung für die ersten neun Monate des Jahres deutlich. Das EBITDAR stieg von Januar bis September 2009 um 2,6 Prozent auf 390,7 Millionen Euro. Das EBIT verbesserte sich am Ende des dritten Quartals 2009 um 49,4 Prozent auf 48,3 Millionen Euro. Einer der Gründe hierfür ist der Rückgang des Leasingaufwandes. Während in den ersten neun Monaten des Vorjahres das Netto-Ergebnis noch minus 7,1 Millionen Euro betrug, stieg es im Berichtszeitraum 2009 auf 13,8 Millionen Euro (plus 294 Prozent). Die Passagierzahl sank im Vergleichszeitraum um 5,1 Prozent auf 21 Millionen und die Kapazitätsanpassung führte zu einer sinkenden Auslastung um 1,3 Prozentpunkte auf 77,9 Prozent.
Die Bilanzstruktur verbesserte sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres nachhaltig. Das Eigenkapital stieg von 15 auf 22 Prozent und die liquiden Mittel von 11 auf 18 Prozent. Die Verbesserung der liquiden Mittel kommt sowohl aus dem operativen Geschäft wie auch aus den durchgeführten Kapitalmaßnahmen. Die Kapitalerhöhung, die Begebung einer Wandelanleihe und die teilweise Ablösung einer früheren Wandelanleihe haben zu einer deutlichen Verringerung der Nettoverschuldung geführt. Die Nettoverschuldung sank von Anfang des Jahres bis Ende September von 762 auf nunmehr 548 Millionen Euro. Damit ist die für das Jahresende angekündigte Senkung der Nettoverschuldung auf 600 Millionen schon jetzt eingelöst und übertroffen worden.
Anlässlich der Vorlage der Quartalszahlen erklärte der Vorstandsvorsitzende Joachim Hunold am Donnerstag in Berlin: "Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Wir haben unseren Aktionären trotz des allgemein schwierigen Umfeldes attraktive Zahlen geliefert. Für das Gesamtjahr 2009 erwarten wir weiterhin ein positives operatives Ergebnis." Bereits jetzt eine Prognose für das Jahr 2010 abzugeben, sei wegen der andauernden herausfordernden Wirtschaftslage zu verfrüht.
Quelle: Pressemeldung Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG
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