AM-Gruppe wächst auch im Jahr 2000 überdurchschnittlich
Insgesamt erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge aus dem Versicherungsgeschäft um 34,1 % auf 10.922 Mio. Euro. Ohne die erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Generali Lloyd Gesellschaften betrug die Steigerung noch immer 10,9 % auf 9.033 Mio. Euro, während der Markt einen Beitragszuwachs um 3,1 % erwartet.
"Die Vielfalt und Größe unserer Vertriebswege sind eine wesentliche Grundlage für das hohe, überdurchschnittliche Wachstum. Weitere Wachstumspotenziale erschließen sich uns durch die enge Allfinanz-Kooperation mit der Commerzbank", so Dr. Hans Jäger, Vorstandsvorsitzender der AMB, anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz zum überdurchschnittlichen Beitragsanstieg der Gruppe.
Der Konzern-Jahresüberschuss vor Bereinigung um Sondereffekte stieg um 21,1 % auf 350 Mio. Euro (Vorjahr: 289 Mio. Euro). Nach Eliminierung der Sondereffekte nahm der Jahresüberschuss um 11,2 % auf 308 Mio. Euro zu.
Im Zuge einer zeitnahen Beteiligung der Aktionäre an den erwirtschafteten Gewinnen schlägt der Vorstand der AMB dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vor, die Dividende für das Geschäftsjahr 2000 auf 1,23 Euro (Vorjahr: 1,18 Euro) zu erhöhen. Folgen die Gremien diesem Vorschlag, ist dies die achte Dividendenerhöhung in Folge. Darüber hinaus ist vorgesehen, eine Sonderdividende von 4,02 Euro (aus der Auflösung von EK 45) vorzuschlagen, um den Aktionären letztmalig die Möglichkeit zur Anrechnung einer Steuergutschrift zu geben. Unter Einbeziehung dieser Steuergutschrift erhalten die anrechnungsberechtigten AMB-Aktionäre für das Geschäftsjahr 2000 einen Gesamtbetrag von 7,50 Euro je Aktie.
Entwicklungsschwerpunkte im Jahr 2000
Vertriebsaktivitäten
Eine wichtige unternehmensstrategische Grundlage für das seit vielen Jahren hohe, zumeist überdurchschnittliche Wachstum der AM-Gruppe ist die Konzentration auf das Erstversicherungsgeschäft mit Privatkunden, Mittelstand und Kleingewerbe. Industrielles und großgewerbliches Geschäft werden nur in geringem Umfang gezeichnet und unterliegen strengen Annahmerichtlinien.
Auch im vergangenen Jahr gelang es, die Vertriebswege weiter auszubauen. Alle besitzen eine strategisch bedeutende Größenordnung.
Während die AM-Gruppe bereits seit der ersten Jahreshälfte 1999 auch Bankprodukte der Commerzbank anbietet, nahm die Commerzbank aufgrund einer anderweitigen vertraglichen Bindung im Februar 2000 den Vertrieb von Versicherungsprodukten des AM-Verbundes auf. Darüber hinaus trafen die Commerzbank und die AM-Gruppe im Herbst 2000 eine Vereinbarung über den weiteren Ausbau der Kooperation. Ziel ist es, die bestehenden Geschäftspotenziale schneller auszuschöpfen und die Betreuung der Kunden in allen Finanzdienstleistungsfragen zu optimieren. Zu diesem Zweck wird die AM-Gruppe im Verlauf der nächsten 3 Jahre zunächst an bis zu 500 Standorten der Commerzbank Allfinanz-Center einrichten. Umgekehrt plant die Commerzbank an rund 250 AM-Standorten Banking-Center, um die Vertriebe der AM-Gruppe bei der Betreuung der Kunden in Anlage- und Vermögensfragen zu unterstützen.
Die Vielfalt der Vertriebswege und die enge Zusammenarbeit mit einer renommierten Großbank ermöglichen es dem AM-Verbund, alle Kundengruppen mit insgesamt 13,5 Mio. Kunden zielgerichtet anzusprechen und als Allfinanzdienstleister den kompletten Bedarf rund um Versicherungen und Finanzdienstleistungen abzudecken.
Neues Kerngeschäftsfeld der AM-Gruppe
Mit dem Ziel, den AM-Kunden künftig auch attraktive Investmentprodukte anbieten zu können, nahm der AM-Verbund in 2000 das neue Kerngeschäftsfeld "Vermögensanlage für Dritte" auf. Im April startete die AM Generali Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH (AMGI) sehr erfolgreich mit dem Vertrieb eigener Investmentfonds. Seit Anfang Oktober 2000 managt eine konzerneigene Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg die von der AMGI angebotenen Dachfonds. Neben den Publikumsfonds wurde auch das Management der Spezialfonds der Tochtergesellschaften übernommen. Es ist geplant, diese Dienstleistung auch Unternehmen außerhalb der AM-Gruppe anzubieten.
Stärkung der Ertragskraft durch Ausschöpfung von Synergie-Effekten
Im November 1999 hatte der Vorstand der AMB in Absprache mit dem Vorstand des Großaktionärs Assicurazioni Generali, Triest, entschieden, die in München ansässigen Generali Lloyd Gesellschaften (GL-Gesellschaften) in die AM-Gruppe einzugliedern. Ziel der Maßnahmen war es, den deutschen Teil des weltweit tätigen Generali-Konzerns am heimischen Markt noch schlagkräftiger zu machen, Synergiepotenziale auszuschöpfen und den Standort München zu stärken. Die rechtliche Einbindung wurde in der ersten Jahreshälfte 2000 vollzogen.
Im Zusammenhang mit der Integration der GL-Gesellschaften in den AM-Konzern wurden folgende Maßnahmen umgesetzt bzw. eingeleitet:
· Verschmelzung der Generali Krankenversicherung auf die CENTRAL KRANKENVERSICHERUNG AG
· Verschmelzung der Generali Rechtsschutzversicherung AG auf die AdvoCard Rechtsschutzversicherung AG
· Verschmelzung der DBS Deutsche Bausparkasse AG auf die BADENIA Bausparkasse AG. Alle Verschmelzungen erfolgten rückwirkend zum 1. Januar 2000.
· Verlagerung der Kapitalanlage-Aktivitäten der GL-Gesellschaften auf die konzerninternen Dienstleister AM Generali Finanzanlagen-Management GmbH, AM Generali Invest und AM Aachener und Münchener Immobilien GmbH zur Jahresmitte 2000
· Zusammenfassung der zentralen Dienstleistungsfunktionen der GL-Versicherungen und der ebenfalls am Standort München ansässigen THURINGIA Versicherungs-AG zur Jahresmitte 2000
· Betriebsübergang der Datenverarbeitung der GL-Gesellschaften auf die AM Informatik GmH zum 1. Juli 2000. Eine vollständige Migration der Bestandsführung der GL-Versicherung in die einheitlichen Systeme der AM-Gruppe ist geplant.
Die vor einiger Zeit begonnenen Arbeiten zur Vereinheitlichung der Anwendungssysteme in der Kompositversicherung des Altkonzerns machten weitere bedeutende Fortschritte. Seit August 2000 kann in der Bestandsführung für die Sach-, Unfall- und Haftpflichtsparten des Privatkundengeschäfts bei den Kompositversicherern der AM-Gruppe mit einem einheitlichen System gearbeitet werden (Ausnahme: COSMOS).
Auf der Basis der unternehmensstrategischen Zielrichtung definierte eine Projektgruppe in der ersten Jahreshälfte 2000 die Handlungsfelder zur Nutzung des Internet bzw. Intranet in der AM-Gruppe. Das Internet als zusätzlichen Vertriebsweg nutzen die COSMOS-Versicherungen. Darüber hinaus wird dieses Medium schwerpunktmäßig zur Vertriebsunterstützung und Optimierung interner bzw. externer Geschäftsprozesse eingesetzt.
Geschäftsverlauf der AM-Gruppe im Jahr 2000
Die Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung gliedern sich in zwei Berichtsteile. In der Darstellung des Gesamtgeschäfts wird der Geschäftsverlauf des Konzerns (erstmals einschließlich der GL-Gesellschaften) als wirtschaftliche Einheit beschrieben. Die Segmentberichterstattung beinhaltet die Entwicklung der Geschäftsfelder Lebens- und Krankenversicherung, Schaden- und Unfallversicherung sowie Finanzdienstleistungen. Hier erfolgt eine Eliminierung der konzerninternen Beziehungen ausschließlich innerhalb des Segments.
Verlauf des Gesamtgeschäfts
Beiträge aus dem Versicherungsgeschäft zweistellig gewachsen
Die gebuchten Bruttobeiträge aus dem Versicherungsgeschäft stiegen um 34,1 % auf 10.922 Mio. Euro. Auch unter Außerachtlassung der neu hinzugekommenen GL-Gesellschaften verzeichnete die AM-Gruppe einen Beitragszuwachs von 10,9 % auf 9.033 Mio. Euro (Markt: + 3,1 %). In allen Bereichen wurden Marktanteile hinzugewonnen.
Kapitalerträge verzeichnen erfreuliche Entwicklung
Sehr erfreulich entwickelten sich die gesamten Netto-Erträge aus Kapitalanlagen mit einer Zuwachsrate um 22,7 % auf 4.811 Mio. Euro, wobei sich die laufenden Erträge netto um 10,6 % auf 3.351 Mio. Euro erhöhten. Auf Basis des alten Konsolidierungskreises ergab sich ein geringfügiger Rückgang der Gesamt-Erträge aus Kapitalanlagen, da ein Teil der Veräußerungsgewinne durch den Rückgang der Marktwerte von Vermögensanlagen der Fondsgebundenen Lebensversicherung kompensiert wurde. Die unrealisierten, nicht ergebniswirksamen Gewinne (Neubewertungsrücklage) erhöhten sich um 8,8 % auf 839 Mio. Euro. Ohne die Erstkonsolidierung der GL-Gesellschaften wäre die Neubewertungsrücklage um 4,3 % auf 804 Mio. Euro gestiegen.
Positiver Leistungs- und Kostenverlauf
Der Anstieg der Leistungen ebenso wie der Kosten lag unter dem Beitragszuwachs, dies gilt sowohl für den neuen als auch den alten Konsolidierungskreis. Insgesamt erhöhten sich die Leistungen im Berichtsjahr um 32,0 % auf 11.950 Mio. Euro (im Altkonzern um 7,5 % auf 9.739 Mio. Euro). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb nahmen um 18,4 % auf 1.921 Mio. Euro (ohne Berücksichtigung der erstkonsolidierten Unternehmen um 1,4 % auf 1.646 Mio. Euro) zu.
Konzern-Jahresüberschuss weiter gestiegen
Der Konzern-Jahresüberschuss vor Bereinigung um Sondereffekte erhöhte sich um 21,1 % auf 350 Mio. Euro (Vorjahr: 289 Mio. Euro). Ursache dieses Anstiegs war neben der guten Geschäftsentwicklung auch die Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 40 % auf 25 %, die zur Neubewertung latenter Steuerforderungen und -verbindlichkeiten führte. Ferner wirkten sich die mehrheitliche Veräußerung der Beteiligung an der Blumenauer Holding und die Endkonsolidierung der Prudence Vie aus. Bereinigt um die Sondereinflüsse nahm der Jahresüberschuss um 11,2 % auf 308 Mio. Euro (Vorjahr: 277 Mio. Euro) zu.
71 Mrd. Euro Assets under Management
Bedingt durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises stieg der Kapitalanlagebestand - einschließlich der Fondsgebundenen Lebensversicherung - um 18,9 % auf 68.640 Mio. Euro (ohne Berücksichtigung der GL-Gesellschaften um 0,6 % auf 58.078 Mio. Euro). Die gesamten Assets under Management betrugen 70,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 59,0 Mrd. Euro), was einer Steigerung um 20,2 % entspricht. Erstmals waren in diesem Betrag Kapitalanlagen für Dritte in Höhe von 76 Mio. Euro enthalten.
Segmentberichterstattung
Lebens- und Krankenversicherung
Die Lebensversicherung entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2000 sehr erfolgreich und konnte ihre Marktstellung weiter ausbauen. Während sich das Neugeschäft - gemessen in laufenden Beiträgen - gegenüber dem Boomjahr 1999 im Gesamtmarkt um 41,4 % rückläufig entwickelte, lag es bei der AM-Gruppe mit 850 Mio. Euro nur um 2,4 % unter dem sehr guten Vorjahreswert, aber noch immer um 54,8 % über dem Betrag von 1998. Der allgemeine Trend zum Abschluss Fondsgebundener Lebensversicherungen setzte sich fort. Mit einem Marktanteil von 30 % ist die AM-Gruppe Marktführer in diesem Geschäftsfeld. Unter Einbeziehung der Versicherungen gegen Einmalbeitrag erhöhte sich das Neugeschäft um 45,7 % auf 1.530 Mio. Euro. Hiervon entfiel ein erheblicher Teil auf neue Verträge zur betrieblichen Altersversorgung. Der Lebensversicherungsbestand erhöhte sich um 31,6 % auf 238 Mrd. Euro Versicherungssumme. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 37,2 % auf 6.451 Mio. Euro. Sie erreichten damit einen Anteil am gesamten Versicherungsgeschäft von 59 %.
Aufgrund von Aktienverkäufen vor allem im TMT-Bereich stiegen die Kapitalerträge (netto) um 20,8 % auf 3.760 Mio. Euro. Die darin enthaltenen laufenden Erträge verzeichneten eine Zuwachs von 11,0 % auf 2.630 Mio. Euro.
Entsprechend dem gestiegenen Geschäftsvolumen nahmen die Leistungen f.e.R. um 31 % auf 8.659 Mio. Euro zu. Die Kostenquote verminderte sich auf 13,4 % (Vorjahr: 17,7 %). Der Jahresüberschuss dieses Teilsegments stieg auf 162 Mio. Euro (Vorjahr: 78 Mio. Euro).
Krankenversicherung
Die Prämieneinnahmen in der Krankenversicherung wuchsen um 6,7 % auf 1.106 Mio. Euro (Markt: 4,2 %). Insbesondere durch Veräußerungsgewinne ver-zeichneten die Erträge aus Kapitalanlagen (netto) einen Zuwachs um 33,0 % auf 252 Mio. Euro. Die Schadenquote sank von 61,2 % im Vorjahr auf 58,4 % im Berichtsjahr. Insgesamt stiegen die Leistungen durch hohe Aufwendungen für latente Beitragsrückerstattung um 11,9 % auf 1.112 Mio. Euro (infolge des Sondereffekts aus der Steuerreform). Die Kostenquote sank von 14,9 % im Vorjahr auf nun 14,4 %. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 42,2 % auf 52 Mio. Euro.
Schaden- und Unfallversicherung
Im selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft erzielte die AM-Gruppe ein Beitragswachstum um 42,3 % auf 3.185 Mio. Euro. Unter Außerachtlassung der erstmals konsolidierten Gesellschaften ergab sich ebenfalls ein weit über dem Branchendurchschnitt liegendes Wachstum von 6,1 %. Der Markt erwartet etwa 1,5 %. Wesentliche Ursachen waren das gute Neugeschäft und Beitragsanpassungen in der Kraftfahrtversicherung. Einschließlich der Beiträge aus dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft ergab sich in diesem Segment eine gebuchte Bruttoprämie von 3.711 Mio. Euro (Vorjahr: 2.585 Mio. Euro).
Die Erträge aus Kapitalanlagen lagen mit 681 Mio. Euro um 32,8 % über dem Vorjahreswert, wobei die laufenden Erträge in gleichem Umfang von 390 Mio. Euro auf 517 Mio. Euro wuchsen. Vor allem durch nachgemeldete Schäden aus den Winterstürmen des Vorjahres und eine höhere Anzahl von Großschäden stiegen die Leistungen um 39,6 % auf 2.106 Mio. Euro. Dementsprechend erhöhte sich die Schadenquote auf 68,0 % (Vorjahr: 65,2 %). Die Kostenquote nahm - insbesondere bedingt durch die Erstkonsolidierungen und Investitionen zur Integration der neuen Konzernunternehmen - von 30,3 % auf 32,1 % zu. Der Jahresüberschuss blieb mit 312 Mio. Euro auf dem hohen Vorjahresniveau.
Finanzdienstleistungen
Die neue Kapitalanlagegesellschaft AM Generali Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH (AMGI) entwickelte sich trotz des schwieriger werdenden Umfel des in den ersten 9 Monaten ihres Bestehens sehr erfolgreich. Bis Jahresende 2000 wurden 38.000 Kundendepots eröffnet. Darüber hinaus war die AMGI Produktgeber für 150.000 im Konzern neu abgeschlossene Fondsgebundene Lebensversicherungen. Das gesamte Volumen aus Publikums- und Spezialfonds belief sich auf 4 Mrd. Euro.
Das ebenfalls unter diesem Segment erfasste Bauspargeschäft entwickelte sich im Berichtsjahr verhalten. Wesentlicher Grund war ein geändertes Anlageverhalten der potenziellen Kunden. Mit einer Verringerung des eingelösten Neugeschäfts um 12,2 % auf 3.277 Mio. Euro Bausparsumme fiel der Rückgang in der AM-Gruppe aber moderater aus als im Marktdurchschnitt, der ein Minus von 16,2 % aufwies. Der Bestand verminderte sich geringfügig um 0,7 % auf 31.023 Mio. Euro. In diesem Segment wurde nur ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt (Vorjahr: 14,0 Mio. Euro).
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2001
Die AM-Gruppe rechnet auch für das laufende Geschäftsjahr mit einer günstigen Entwicklung. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen die Integration der GL-Versicherungen und die Umstellung der Systeme auf die neue Währung. Beide Projekte müssen bis zum Jahresende 2001 abgeschlossen sein. Der Umzug des Rechenzentrums der GL-Gesellschaften aus Wien nach Aachen wird im Mai vollzogen. Die Vereinheitlichung der Anwendungssysteme im Altkonzern steht in wichtigen Teilbereichen vor dem Abschluss.
Die Arbeiten zur Einrichtung der Allfinanz-Center in den Commerzbank-Filialen laufen auf Hochtouren. Schon im ersten Halbjahr 2001 sollen die ersten All-finanz-Center den Betrieb aufnehmen. Durch die engere Zusammenarbeit mit der Commerzbank und ihren 3,6 Mio. Kunden erwartet die AM-Gruppe bis zum Jahr 2005 ein erhebliches Geschäftsvolumen.
Auch die Rentenreform bietet zusätzliches Wachstumspotenzial. Die Unternehmen des AM-Verbundes haben bereits auf der Basis des Kabinettsentwurfs neue Produkte (private Rentenversicherungen, Fonds- und Banksparprodukte) konzipiert, so dass sie nach Verabschiedung des Gesetzes sehr schnell in der Lage sein werden, ihren Kunden entsprechende Angebote zu unterbreiten.
Insgesamt strebt die AM-Gruppe auch für das Jahr 2001 wieder ein überdurchschnittliches Wachstum an. Hierzu sollen erneut alle Geschäftsbereiche beitragen. Unter Berücksichtigung aller Faktoren rechnet der AM-Verbund wieder mit einem zufriedenstellenden Konzernergebnis.
Auch im Jahr 2001 werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AM-Gruppe Belegschaftsaktien zum Bezug angeboten. Allerdings wurde die Ausgabe erstmals an die Erreichung eines Ziels geknüpft, nämlich, dass der Konzern-Jahresüberschuss vor Sondereffekten 2000 nach IAS den Vorjahreswert um mindestens 8 % überschreitet. Dieses Ziel wurde mit einer Steigerungsrate von 11,2 % erfüllt.
Ein neuer Name für die Holding
Nachdem die AMB seit Mitte des Jahres 2000 Management Holding für alle zum Generali-Konzern gehörenden Gesellschaften in Deutschland ist und die Aktivitäten des Generali-Konzerns im Inland kontrolliert, wird sie dem Aufsichtsrat und der am 23. Mai 2001 stattfindenden Hauptversammlung eine Namensänderung vorschlagen. Der künftige Name soll lauten "AMB Generali Holding AG". Mit der Einfügung des Wortes "Generali" in die Firma der AMB soll die Zugehörigkeit zur weltweit tätigen Generali-Gruppe verdeutlicht werden. Alle wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Beziehungen zum Großaktionär Assicurazioni Generali bleiben unverändert.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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