60. Bestandsmilliarde überschritten - Erneuter Zuteilungsrekord
Damit konnten in den ersten Januartagen auch die Kundenbestände beider Unternehmen zusammengeführt werden; das fusionierte Unternehmen hat nun 60 Milliarden DM Bausparsumme im Bestand überschritten.
Die Deutsche Bausparkasse Badenia hat diese Integration genutzt, die bestehenden Tarife beider Unternehmen nicht nur zusammenzuführen, sondern im Sinne der Kundenfreundlichkeit weiter zu verbessern. Hierbei sind besonders die zwölf Bewertungstage pro Jahr zu erwähnen (vorher zwei bei Badenia und vier bei DBS), die für die Kunden eine schnellere Zuteilung der Bauspardarlehen bedeuten können.
Von den 200 beschäftigten Mitarbeitern der DBS in Darmstadt kamen 32 Mitarbeiter zum Jahresanfang in die Zentrale nach Karlsruhe.
Die Vertriebsmitarbeiter der früheren DBS sind als eigenständige Vertriebsschiene in die Außendienstorganisation aufgenommen worden.
Auf die schwieriger werdenden Rahmenbedingungen stellt sich das Unternehmen durch eine Reihe von Maßnahmen ein. Dazu zählt die Neuausrichtung des Vertriebs und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Konzerngesellschaften und den Vertriebspartnern.
Der eingeschlagene Weg einer Profilierung als Baukreditkompetenz-Center wird konsequent fortgeführt. Die dazu erforderlichen DV-technischen Systeme wurden im Jahr 2000 ausgebaut.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren für die Bausparkassen im Jahr 2000 geprägt durch das anhaltende Niedrigzinsniveau, durch eine Zunahme der spekulativen Anlagen an der Börse sowie durch die nachlassende Baukonjunktur.
Trotz des schwierigen Umfelds konnte die Deutsche Bausparkasse Badenia ein Nettoneugeschäft in Höhe von 6,4 Milliarden DM Bausparsumme erzielen (- 1, 5 %). Unter Berücksichtigung der addierten Vorjahreswerte von Badenia und DBS ergibt sich ein Rückgang des Nettoneugeschäftes um 12,2 Prozent.
Mit diesen Ergebnissen konnte der Marktanteil leicht verbessert und weiterhin der vierte Rang bei den privaten Bausparkassen gehalten werden.
Der Vertragsbestand entwickelte sich auf 1,789 Millionen Verträge (+ 11,6 %) und auf eine Bausparsumme mit einem Volumen von 60,7 Milliarden DM (+ 12,5 %).
Einen erneuten Zuteilungsrekord in der Summe konnte die Deutsche Bausparkasse Badenia auch im Jahr 2000 verzeichnen: Erstmals wurden 3,7 Milliarden DM (+ 14,1 %) zugeteilt und damit für wohnwirtschaftliche Maßnahmen zur Verfügung gestellt.
Das Spar- und Tilgungsaufkommen lag mit 2,6 Milliarden DM um 7,9 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres; die Sparbeträge konnten um 12,6 Prozent auf 1,8 Milliarden DM gesteigert werden.
Die Bauspareinlagen nahmen um 12,4 Prozent auf 7,6 Milliarden DM zu. Der kollektive Darlehensbestand betrug 4,0 Milliarden DM (+ 21,8 %). Das Volumen der ausgereichten Vorausdarlehen stieg um 29,2 Prozent auf 2,1 Milliarden DM. Die Zwischenkredite legten um 40,1 Prozent auf 846 Millionen DM zu.
Die Bilanzsumme beträgt 10,4 Milliarden DM (Vj: 8,7).
Die Deutsche Bausparkasse Badenia weist für das Geschäftsjahr 2000 ein Teilbetriebsergebnis in Höhe von 33,5 Millionen DM aus, das den Vorjahreswert um 42,9 Prozent unterschreitet. Für den Rückgang sind der geringere Zinsüberschuss infolge des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und die Kosten der Fusion maßgebend.
Zur gegenwärtigen bausparpolitischen Diskussion im Rahmen der Rentenreform und der privaten Altersvorsorge zeigt sich Dr. Henge besorgt. Die von der Bundesregierung beschlossene Aufnahme des Wohneigentums in das Altersvorsorgegesetz bringt eine erhebliche Benachteiligung des Bausparens mit sich. Um das Gleichgewicht herzustellen, schlagen die Bausparkassen vor, die Wohnungsbauprämie und die geförderten Sparbeiträge zu verdoppeln. Da die Sparfähigkeit von Arbeitnehmerhaushalten begrenzt ist, besteht für sie nach einer Gleichstellung der Förderung die Möglichkeit, sich entweder für die kapitalgedeckte Altersvorsorge oder für die Altersvorsorge durch mietfreies Wohnen in den eigenen vier Wänden zu entscheiden. In jedem Falle muss vermieden werden, dass durch eine einseitige Ansparförderung Deutschland noch mehr ein Staat von Mietern wird, in dem sich nur Besserverdienende Wohneigentum leisten können.
Das Argument einer zusätzlichen Belastung des Bundeshaushaltes ist nicht stichhaltig, da die Förderung entweder ins Bausparen oder in die kapitalgedeckte Vorsorge fließen wird.
Es ist zu hoffen, dass die Beratungen im Bundesrat im Sinne der 25 Millionen Bausparer zu den dringend erforderlichen Korrekturen führen.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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