2003: R+V weiter auf Erfolgskurs

02.04.2004 | Wiesbaden
Erneut Marktanteile gewonnen - Kosten gesenkt - Top-Ratings für R+V Lebens- und Krankenversicherung - verbesserte Schaden-Kosten-Quote von 95,4 Prozent - Jahresüberschuss durch hohe Steuern belastet - guter Start in 2004

"Wir haben die schwierigen Jahre gut überstanden und stehen heute im Wettbewerb besser da denn je", sagte Dr. Jürgen Förterer, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung AG, auf der Bilanzpressekonferenz am 2. April 2004. Die Wiesbadener Versicherung ist im letzten Jahrzehnt stetig überdurchschnittlich gewachsen, hat kontinuierlich Kostenquoten gesenkt und ausnahmslos Gewinne erwirtschaftet. Auch 2003 hat R+V mit 183 Millionen Euro ein gutes Ergebnis im operativen Geschäft erzielt. Außerordentlich hohe Steuerforderungen ließen den Jahresüberschuss jedoch auf 44 Millionen Euro abschmelzen. In das erste Quartal 2004 ist die R+V Gruppe mit 7,4 Prozent Beitragswachstum gut gestartet. "Ob dieser Trend anhält, ist im wesentlichen abhängig von aktuellen politischen Entscheidungen - vor allem in der Lebensversicherung", kommentierte der R+V-Chef die weiteren Aussichten.

Das vergangene Geschäftsjahr war geprägt von einem überdurchschnittlichen Beitragswachstum mit Rekordzahlen im Neugeschäft: Der R+V Konzern erhöhte das Prämienvolumen um 7,8 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro (R+V Gruppe: um 7,6 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro). Sowohl in der Personenversicherung als auch in Schaden/Unfall konnten Marktanteile gewonnen werden. Die inländischen Erstversicherer der R+V wuchsen um 6,8 Prozent und übertrafen damit deutlich den guten Wert der Branche von 4,7 Prozent.

R+V: Im Wachstumsmarkt Versicherungen auf der Überholspur

Die Wachstumsraten der R+V lagen in allen Sparten klar vor den Branchenwerten.

In der Lebens- und Pensionsversicherung legte R+V um 6,7 Prozent zu (Branche: 5,1 Prozent). Das Neugeschäft stieg sogar um mehr als 21 Prozent auf 853 Millionen Euro Neubeiträge. "Die Bürger sehen die Probleme in der gesetzlichen Rentenversicherung inzwischen sehr klar und investieren zunehmend in ihre Altersvorsorge", erläuterte der R+V-Chef und forderte: "Der Gesetzgeber ist aufgerufen, dieses sinnvolle Verhalten zu unterstützen und nicht zu behindern." Der Trend zur Eigenvorsorge zeigte sich auch an den Zuwachsraten der betrieblichen Altersversorgung: Die Neubeiträge stiegen um 50 Prozent.

Rekordjahr für die R+V Krankenversicherung

Die R+V Krankenversicherung steigerte trotz der erhöhten Versicherungspflichtgrenze die gebuchten Beiträge um 21,2 Prozent (Branche: 7,2 Prozent). Das entspricht einem Plus im Neugeschäft von 38 Prozent. Erst jüngst hat der Branchendienst map-Report die R+V Lebensversicherung und die R+V Krankenversicherung mit der besten Ratingnote "hervorragend" bewertet.

Das Schaden-/Unfallgeschäft verdoppelte mit 6,5 Prozent Wachstum den Branchenwert von 3,1 Prozent - vor allem dank des kräftigen Beitragsschubs aus der Kfz-, Haftpflicht- und Kreditversicherung. Wesentliche Wachstumsimpulse gaben das neue Kfz-Tarifwerk, das Firmenkundengeschäft des Speditionsspezialisten KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG sowie die neuen Bündel-Policen.

Kosten- und Schadenquoten gesenkt

Die Brutto-Schadenaufwendungen im Konzern stiegen um 3,8 Prozent auf 5.065 Millionen Euro und damit deutlich geringer als die Beiträge. In Schaden/Unfall zahlte R+V in der Erstversicherung und in der übernommenen Rückversicherung 7,8 Prozent weniger für Schadenfälle (2.491 Millionen Euro). Förterer führte dies zurück auf die konsequente Risikoselektion der R+V sowie auf effektive Sanierungsmaßnahmen im Firmenkundengeschäft. Zudem verzeichnete R+V 2003 weniger Großschäden, Naturkatastrophen und Verkehrsunfälle als im Vorjahr. Die Brutto-Schadenquote in Schaden/Unfall ging dementsprechend von 78,1 Prozent auf 68,7 Prozent zurück. Die Schaden-Kosten-Quote (combined ratio) sank um zehn Prozentpunkte auf 95,4 Prozent (2002: 105 Prozent). Die Gesamt-Kostenquote - sie setzt die Kosten aus Vertrieb und Verwaltung in Relation zu den Prämien - konnte trotz des guten Neugeschäftes mit 26,7 Prozent auf Vorjahres- und Branchenniveau gehalten werden.

Die Verwaltungskostenquote der R+V Lebensversicherer liegt seit Jahren rund einen Prozentpunkt unter dem Branchenschnitt und konnte weiter gesenkt werden auf 2,4 Prozent (2002: 2,5 Prozent). Die R+V Krankenversicherung mit jungem Bestand schaffte es in diesem Jahr erneut, ihre Verwaltungskosten mit 2,6 Prozent deutlich unter dem Branchenwert (3,3 Prozent) zu halten.

R+V gelingt es damit, in allen Sparten die Verträge bei hoher Servicequalität immer kostengünstiger zu verwalten - ein erfreuliches Ergebnis der Umstrukturierungen der letzten Jahre.

Versicherungstechnik mit schwarzen Zahlen abgeschlossen

Gestiegene Beitragseinnahmen und im Verhältnis dazu niedrige Aufwendungen für Schaden- und Leistungsfälle sowie für Vertrieb und Verwaltung sorgten für positive versicherungstechnische Ergebnisse. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis machte einen Sprung von minus 216 Millionen Euro auf plus 258 Millionen Euro. Das Ergebnis für eigene Rechnung schließt mit 33 Millionen Euro (2002: -201 Millionen Euro) ebenfalls positiv ab.

Kapitalanlagen: Stille Lasten abgebaut, Reserven erhöht

Der Bestand an Kapitalanlagen erhöhte sich im Konzern um 6,3 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro. Das Kapitalanlageergebnis betrug 1.780 Millionen Euro. Ein Vergleich mit dem Vorjahresergebnis (2.058 Millionen Euro) wäre nicht sachgerecht, da 2002 aufgrund der Konzernumstrukturierung außerordentliche Effekte zu einem Rekordergebnis führten. "Die besondere Leistung in 2003 war, dass wir es geschafft haben, unsere Stillen Lasten um 646 Millionen Euro auf 93 Millionen Euro abzubauen - und zwar aus eigener Kraft", betonte Förterer. Die bilanziellen Stillen Reserven stiegen um 700 Millionen Euro auf 1.084 Millionen Euro. Der Konzern verfügt jedoch über deutlich mehr Gesamtreserven sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite. Von der umsichtigen Kapitalanlagepolitik profitiert auch der Kunde: Die Überschussbeteiligung der R+V Lebensversicherung AG ist mit 4,5 Prozent marktüberdurchschnittlich.

Jahresüberschuss durch hohe Steuern belastet

Das Ergebnis nach Steuern lag 2003 bei 44 Millionen Euro. Dies ist jedoch mit dem Rekordergebnis 2002 (727 Millionen Euro) nicht zu vergleichen, da seinerzeit Ver-äußerungsgewinne aus Kapitalanlagen zu einem außerordentlichen Effekt geführt hatten. In 2003 belasteten die Auswirkungen des im Dezember verabschiedeten Korb II Gesetzes den Jahresüberschuss: Für die Jahre 2001 und 2002 bereits vorgenommene Abschreibungen auf Aktienfonds mussten nachträglich versteuert werden. Dabei machten die R+V Personenversicherer vom Blockoptionsmodell (80:20 Regelung) Gebrauch.

Erstes Quartal 2004: Mit 7,4 Prozent Beitragszuwachs gut gestartet

Das gute Wachstum des vergangenen Jahres setzte sich auch in den ersten drei Monaten 2004 fort: Die R+V Gruppe verzeichnete in diesem Zeitraum ein Beitragsplus von 7,4 Prozent. Die Schaden-/Unfallversicherung gab mit 8,2 Prozent deutliche Wachstumsimpulse. Aufgrund der Senkung des gesetzlichen Garantiezinses zum 1. Januar 2004 erfolgte bereits Ende 2003 ein Run auf Lebensversicherungen. Dennoch verzeichnete das Lebens- und Pensionsversicherungs-Geschäft mit 5,5 Prozent einen guten Start. Die Krankenversicherung kann nach den Diskussionen um die Gesundheitsreform mit 22,4 Prozent erneut hohe Zuwachsraten vorweisen. "Ob sich diese erfreuliche Entwicklung im Laufe des Jahres weiter fortsetzt, hängt maßgeblich von den Entscheidungen des Gesetzgebers ab", sagte Förterer.

Quelle: Pressemeldung R+V Versicherung AG

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